Pressemitteilung
Kurz vor den anstehenden Wahlen im September stellt sich die Linksfraktion im Bezirksamt personell neu auf. Die bisherige Bezirksstadträtin für Soziales und Gesundheit, Dominique Krössin, ist seit dem 1. April 2026 als Leiterin des Amtes für Weiterbildung und Kultur tätig und damit nicht mehr für den Bereich Soziales und Gesundheit zuständig.
Als Nachfolger hat die Linksfraktion Jonas Teune benannt.
Aus Sicht der SPD-Fraktion Pankow wirft der Vorschlag vor allem Fragen hinsichtlich des Zeitpunktes und der notwendigen Kontinuität in einem zentralen Ressort auf. Selbstverständlich respektieren wir das Vorschlagsrecht der Linksfraktion. Dieses ist jedoch stets mit einer besonderen Verantwortung gegenüber der Funktionsfähigkeit der Verwaltung und gegenüber den Bürger:innen verbunden.
Grundsätzlich gilt: Wären wir am Anfang einer Wahlperiode, hätte die SPD-Fraktion eine personelle Neubesetzung dieses Ressorts konstruktiv begleiten und mittragen können. Weniger als fünf Monate vor dem Ende der Wahlperiode stellt sich die Situation jedoch anders dar. Die Leitung eines so sensiblen und umfangreichen Bereichs wie Soziales und Gesundheit erfordert nicht nur fachliche Einarbeitung, sondern vor allem Stabilität und Planungssicherheit. Kurzfristige Wechsel können laufende Prozesse verzögern und wichtige Vorhaben unnötig ausbremsen. Eine Einarbeitung für eine so kurze Zeit würde auch personelle Kapazitäten im Amt binden, die dringend für die Abarbeitung der enormen Arbeitsrückstände bei den Anträgen auf Sozialleistungen und den offenen Rechnungen der Leistungserbringer benötigt werden. Dies wäre nur dann zu vertreten, wenn Herr Teune bereit wäre, den Geschäftsbereich Soziales auch nach der Wahl als Stadtrat zu führen. Dies ist jedoch nicht zu erkennen. Er ist der Bürgermeisterkandidat der Linksfraktion.
Gerade als Konsolidierungsbezirk steht Pankow in einer besonderen Verantwortung. In einer Phase, in der Haushaltsdisziplin, Verlässlichkeit und klare Prioritäten erforderlich sind, möchten wir ein Beispiel für verantwortungsbewusstes Verwaltungshandeln setzen.
Der Vorsitzende der SPD-Fraktion Pankow, Marc Lenkeit, erklärt dazu:
„Die Übernahme eines so verantwortungsvollen Amtes braucht eine klare langfristige Perspektive und den Anspruch, maßgeblich zur Bewältigung der bestehenden Herausforderungen beizutragen. Zu Beginn einer Wahlperiode wäre eine solche Entscheidung gut vermittelbar gewesen und hätte unsere Zustimmung gefunden . Fünf Monate vor deren Ende halten wir diese Entscheidung nicht für richtig. Gerade als Konsolidierungsbezirk sollten wir gemeinsam zeigen, dass verantwortungsvolles Verwaltungshandeln Vorrang hat."
Pankows Jugendstadträtin Rona Tietje und der Abgeordnete und Vizepräsident des Berliner Abgeordnetenhaus Dennis Buchner führen weiter gemeinsam den SPD-Kreis Pankow an. Beide wurden am Wochenende ebenso im Amt bestätigt, wie die stellvertretenden Vorsitzenden Rolf Henning und Annette Unger und der Kreiskassierer Björn Steinborn. Neu im geschäftsführenden Vorstand sind Alexandra Wend und Heiko Kretschmer.

Neben weiteren Vorstands- und Delegiertenwahlen hat der Kreisparteitag über das bezirkliche Wahlprogramm beschlossen. Unter dem Titel "Wieder ein Pankow, das wir gemeinsam gestalten" setzt die SPD auf gute Lebensbedingungen für alle Generationen und in allen Teilen des Bezirks. In einer Zeit, in der politische Debatten immer schärfer geführt werden, will die Pankower SPD Zusammenhalt stärken und unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen, gerade bei strittigen Themen wie der Verkehrspolitik.
Die Pankower SPD ist mit ihren rund 2000 Mitgliedern in 13 örtlichen Gliederungen der größte SPD-Kreisverband im Osten Deutschlands.
Die SPD-Fraktion Pankow begrüßt die Neuauflage des kfw-Programms 432 „Energetische Stadtsanierung – Klimaschutz und Klimaanpassung im Quartier“. Damit Pankow von den hohen Zuschüssen des Programms profitieren kann, brachte die SPD einen Antrag in die Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow am 04.03. ein, der sich für die konsequente Nutzung der Fördermittel einsetzt. Ziel ist es, für zwei bis drei klar abgegrenzte Quartiere mit besonderem Handlungsbedarf, insbesondere Milieuschutzgebiete, die keine Möglichkeit haben, Anschluss an die Fernwärmeversorgung zu erhalten, integrierte Quartierkonzepte zu entwickeln. Nur so kann die Wärmewende sozial gerecht und wirtschaftlich tragfähig umgesetzt werden.
Das Förderprogramm bietet die große Chance, die Wärmewende strategisch und mit starker finanzieller Unterstützung von außen umzusetzen. Eine sozial verträgliche Wärmewende gelingt nur, wenn auch die Wärmeversorgung in den Quartieren durch Nahwärmenetze, saisonale Wärme- und Kühlspeicherung oder Speicherlösungen angegangen wird. Daher fordert der Antrag in den Konzepten zu prüfen, welche Wärmeversorgungskonzepte geeignet sind. Analysiert werden soll auch die sommerliche Kühlung und thermische Speicherung sowie der Umgang mit Gasetagenheizungen als Teil der lokalen Wärmeversorgung. Weiter sieht der Antrag die Prüfung öffentlicher Gebäude als Energiezentralen und ob Kooperationsmodelle mit Wohnungsunternehmen, insbesondere kommunale Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften realisierbar sind.
Für uns als SPD-Fraktion ist der soziale Ansatz dieses Programmes ein Herzensanliegen. Denn die Wärmewende wird allein mit Gebäudesanierungen und Wärmedämmung nicht gelingen, die finanzielle Förderung entlastet die Mieter:innen und verhindert so die weitere Verdrängung der angestammten Bevölkerung.
Dazu der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Mike Szidat:
„Ziel muss es sein, transparent zu klären, welche Investitionen notwendig und welche Kostenbelastungen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen überhaupt tragbar sind. Denn nur mit einer sozial ausgewogenen Förderung lassen sich Klimaschutz und Mieterschutz miteinander vereinbaren. Wir setzen auf eine Energieversorgung, die klimaneutral und bezahlbar ist.“
Als SPD-Fraktion positionieren wir uns klar gegen den Antrag der Linksfraktion mit dem Titel: „Keine Olympischen Spiele in Berlin und Pankow". Eine pauschale Ablehnung einer möglichen Bewerbung Berlins für Olympische und Paralympische Spiele ist für uns keine Vorstellung von einem Bezirk, der seine Potenziale voll entfaltet.
Berlin und insbesondere Pankow setzen sollten sich einer ergebnisoffenen Debatte nicht verschließen. Die Austragung der Olympischen Spiele bietet erhebliche Chancen für nachhaltige Investitionen, Infrastruktur und Sportstätten. Vielmehr aber sind sie eine Möglichkeit, der Welt die große Gastfreundschaft unseres Bezirks zu zeigen und Pankow als weltoffenen, modernen Bezirk bekannter zu machen.
Gerade in Zeiten angespannter Haushaltslagen können Großereignisse wie die Olympischen Spiele gezielte Investitionen auslösen. Eine Bewerbung bedeutet für uns keineswegs unkontrollierte Ausgaben, sondern eröffnet die Möglichkeit, dringend notwendige Modernisierungen mit zusätzlicher Unterstützung durch Bund, Land und internationale Partner anzugehen.
Sportstätten wie die Max-Schmelling-Halle oder das Velodrom könnten im Rahmen eines nachhaltigen Konzeptes modernisiert und langfristig dem Bezirk zugutekommen.
Pankow hat es verdient, in den Breiten-. Vereins-, Schul- und Freizeitsport zu investieren. Olympia und Investitionen genau in diesem Bereich sind für uns kein Widerspruch, sondern Chance.
Dazu der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion, Marc Lenkeit: „Olympia ist weit mehr als ein Sportereignis. Die Spiele stehen für internationale Begegnungen, Inklusion und Zusammenhalt. Pankow kann all das, weil wir es an anderen Stellen bereits bewiesen haben und schon heute vorleben. Wir konnten schon bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 in unserem Land sehen, welche positiven Auswirkungen ein solches Großereignis haben kann. Die Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele ist daher nur konsequent."
Seit Monaten – ja sogar Jahren – beschäftigt der Mauerpark die Pankower Politik und die Bezirksverordnetenversammlung. Es gibt klare Positionen, Beschlüsse und Aufträge an das Bezirksamt, mit denen die vielfältige und lebendige Nutzung des Mauerparks abgesichert und geschützt werden soll – langfristig und dauerhaft. Die SPD-Fraktion Pankow fordert in der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow vom 28.01. das Bezirksamt erneut auf, bestehende BVV-Beschlüsse konsequent umzusetzen und sowohl kurzfristige als auch langfristige Maßnahmen zur Sicherung des Mauerparks als Kulturstandort einzuleiten.
Im gemeinsamen Antrag „Mauerpark-Kultur: Nicht länger aussitzen“, den die SPD-Fraktion gemeinsam mit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einreichte, drängt die SPD-Fraktion erneut darauf, bestehende Anträge rund um den Mauerpark endlich umzusetzen.
Konkret fordern wir erneut, dass das Straßen- und Grünflächenamt unverzüglich die rechtlichen Möglichkeiten des Grünflächengesetzes nutzt und die Flächen ausdrücklich für nicht-kommerzielle Kunst- und Kulturveranstaltungen freigibt. Um den Mauerpark als Kulturstandort dauerhaft zu sichern, fordern die Fraktionen zudem zu prüfen, wie die gewachsene kulturelle Nutzung des Mauerparks langfristig rechtssicher geschützt werden kann, ohne dass der Mauerpark seine Funktion als öffentliche Grün- und Erholungsfläche gefährdet. Nach erfolgreicher Prüfung soll das Bezirksamt unmittelbar tätig werden.
Als SPD-Fraktion steht für uns immer die vielfältige Nutzung und Lebendigkeit des Mauerparks im Vordergrund. Er ist heute ein fröhlicher Ort – ein Ort des friedlichen Zusammenkommens – und transportiert mit seiner Geschichte die wichtige Botschaft, dass Verständigung, gegenseitige Akzeptanz und friedliches Zusammenleben auch und gerade in der Metropole Berlin möglich sind.
In der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin im Juli 2025 brachten wir zudem einen umfangreichen Antrag ein, der sich dafür einsetzte, die Regelungen für die temporären Grillverbote weiterzuentwickeln und sachgerecht zu begründen. Hintergrund des Antrags war das pauschale Grillverbot vom 1. Juli 2025 bis Mitte September 2025, das vom Bezirksamt verhängt wurde. Als Fraktion hatten wir schon damals darauf hingewiesen, dass dieses Verbot nicht sachgerecht erschien und durch die Hintertür die Auseinandersetzung rund um die Parkordnung umgehen wollte.
Der Antrag wurde in den Ausschuss für Klimaschutz, Grünanlagen, Spielplätze, Umwelt und Natur überwiesen und nach der negativen Beschlussempfehlung dort leider auch in der Bezirksverordnetenversammlung Pankow am 28.01. abgelehnt. Die Begründung, dass die Orientierung lediglich an Waldbrandstufen genüge und weitere Kriterien nicht berücksichtigt werden müssten, halten wir allerdings für nicht tragfähig – eine Entscheidung, die wir als Fraktion bedauern. Grillen im Mauerpark ist seit Jahren ein etabliertes Angebot, das durch befestigte Flächen, Schutzvorkehrungen, Aschecontainer und Betreuung vor Ort gut organisiert ist und von der Bevölkerung sehr gut angenommen wird. Wir befürworten klare, überprüfbare Maßstäbe für temporäre Grillverbote, die sich an der tatsächlichen Brandgefahr orientieren und sowohl Verbote als auch zeitnahe Aufhebungen ermöglichen. Gerade im Mauerpark braucht es Flexibilität, die nicht nur verantwortungsvoll mit Gefahren umgeht, sondern diese auch zeitgemäß berücksichtigt. Die pauschale Ablehnung zusätzlicher Kriterien greift zu kurz. Ohne Transparenz und eine Differenzierung zwischen Wiesenflächen und ausgewiesenen Grillzonen wird der Bezirk den Möglichkeiten des Parks und den Bedarfen der Stadtgesellschaft nicht gerecht.
„Für uns ist der Mauerpark mehr als eine Grünfläche. Er ist ein Ort für Begegnungen, Erholung, Kunst und Kultur. Dieser Ort verdient es, in seinen vielfältigen Angeboten abgesichert zu werden – langfristig und nicht jedes Jahr von Neuem. Wir setzen uns als SPD-Fraktion mit Nachdruck für den Mauerpark ein. Er ist ein lebendiger Ort in unserer Metropole mit enormer Strahlkraft über den Bezirk und die Stadtgrenzen hinaus. Die Konflikte, die es gibt, können nur durch ein klares Commitment für den lebendigen Park und das Engagement aller Beteiligten gelöst werden. Der Startpunkt dafür muss aber sein, dass der Mauerpark als Kulturort langfristig gesichert ist“, so Katja Ahrens, Sprecherin für Mobilität und öffentliche Ordnung.
In den nun anstehenden Beratungen in den Ausschüssen für XYZ wollen wir als SPD-Fraktion erreichen, dass sich die Kolleginnen und Kollegen der anderen Parteien in der BVV an unsere Seite und an die Seite des Mauerparks stellen – damit wir nicht immer wieder von Neuem anfangen müssen, um den Schutz des Kulturortes Mauerpark zu kämpfen.
Rentenberatung durch Versicherungsältesten
12.08.2026, 10:00 Uhr - 14:00 Uhr
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13.08.2026, 10:00 Uhr - 12:00 Uhr
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13.08.2026, 14:00 Uhr - 18:00 Uhr
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