Dennis Buchner: Zum Geburtstag von Margot Friedländer – In ehrendem Gedenken

Am 5. November hätte Margot Friedländer ihren 104. Geburtstag gefeiert.

Sie wurde 1921 in Berlin geboren – in jener Stadt, die sie liebte, in der sie unsägliches Leid erfuhr und der sie dennoch mit beeindruckender Zuversicht verbunden blieb. Margot Friedländer starb am 9. Mai 2025 im Alter von 103 Jahren. Ihr Tod hat in Berlin, in Deutschland und weit darüber hinaus eine tiefe Lücke hinterlassen.

Ich durfte Margot Friedländer persönlich kennenlernen. Begegnungen mit ihr waren stets Momente der Demut und der Inspiration. Sie sprach mit einer Sanftheit, die zugleich eindringlicher war als jedes laute Wort. Ihre Lebensgeschichte, ihr Mut und ihre unerschütterliche Menschlichkeit werden mir unvergessen bleiben.

Margot Friedländer überlebte den Holocaust, während fast ihre gesamte Familie ermordet wurde. Nach dem Krieg baute sie sich in den USA ein neues Leben auf – und kehrte im hohen Alter in ihre Geburtsstadt zurück. Von hier aus begann sie, unermüdlich ihre Geschichte zu erzählen. Sie besuchte Schulen, sprach mit jungen Menschen, mahnte zum Erinnern und warnte vor dem Vergessen.

„Versuche, dein Leben zu machen“ – dieser Satz ihrer Mutter begleitete sie ein Leben lang. Und sie machte daraus weit mehr: ein Leben für die Menschlichkeit.

Für ihr Engagement wurde Margot Friedländer vielfach geehrt, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und der Ehrenbürgerwürde Berlins. Doch keine Auszeichnung kann das ausdrücken, was sie für so viele Menschen bedeutet hat: Hoffnung, Stärke und Glaube an das Gute im Menschen.

Margot Friedländer ruht auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee. Ihr Vermächtnis bleibt lebendig – in den Herzen all jener, die ihr begegnen durften, und in der Verantwortung, die wir alle tragen: für Erinnerung, Mitgefühl und ein friedliches Miteinander.

 
Dennis Buchner: #Respektgewinnt - Macht mit beim Wettbewerb!

Als Vizepräsident des Berliner Abgeordnetenhauses möchte ich Euch herzlich auf den diesjährigen Wettbewerb #Respektgewinnt aufmerksam machen. Der Wettbewerb würdigt Initiativen und Menschen, die sich für Demokratie, Zusammenhalt und Respekt in unserer Stadt engagieren.

Darum geht es:

  • Gesucht werden Projekte, Aktionen oder Ideen, die Respekt, Vielfalt und demokratisches Miteinander fördern.

  • Teilnehmen kann jede*r aus Berlin – ob Einzelperson, Gruppe oder Initiative.

  • Beiträge können kreativ eingereicht werden: Text, Video, Foto oder Animation.

  • Einsendeschluss ist der 1. März 2026.

  • Es gibt einen Preisfonds von über 5.000 €, Sachpreise und vor allem Aufmerksamkeit für Ihr Engagement.

Ich lade alle Berlinerinnen und Berliner ein, sich zu beteiligen: Zeigen Sie, wie vielfältig und lebendig unser Engagement für Demokratie in Berlin ist!

Weitere Informationen findet Ihr auf folgender Webseite: https://www.berlinerratschlagfuerdemokratie.de/wettbewerb/

 
Pressemitteilung: SPD wirkt sichtbar im Kiez: Herthaplatz erscheint im neuen Glanz

Gestern wurde der zentrale Platz im Herzen von Niederschönhausen feierlich wiedereröffnet. Ein sichtbarer Gewinn an Lebens- und Aufenthaltsqualität für den ganzen Kiez und ein Resultat echter SPD-Politik im Kiez.

Als Fraktion freuen wir uns, dass dieses Beispiel zeigt, wie eindrucksvoll, das Land Berlin und Bezirk Hand in Hand wirken können und, dass es schnell gehen kann. Mit finanzieller Unterstützung aus dem Landes-„Plätzeprogramm" und in enger Abstimmung mit der Nachbarschaft wurde der Herthaplatz umfassend saniert und nach nur wenigen Monaten Bauzeit neugestaltet.

Ausgangspunkt war der BVV-Antrag IX-0274 „Herthaplatz in neuem Glanz" der SPD-Fraktion aus dem Jahr 2022. Darin gefordert: eine klimaangepasste Umgestaltung, barrierefreie Wege, mehr Sitzgelegenheiten, neue Freizeitangebote und eine aktive Beteiligung der Anwohnenden. All das ist nun umgesetzt.

Kurz & knackig – das wurde am Herthaplatz umgesetzt:

  • Grün & Klima: Der Altbaumbestand wurde erhalten, ergänzt um zehn klimaresiliente Baumarten. Rosen, Stauden und eine Bienenwiese sorgen für Biodiversität. Mittelpunkt des Platzes ist eine neue Magnolie mit Rundbank.
  • Barrierefreiheit & Wege: Die Wegeflächen wurden erneuert und barrierefreie Zugänge geschaffen.
  • Aufenthalt & Begegnung: Neue Sitzgruppen, Freiraummöbel und schattige Aufenthaltsbereiche laden zum Verweilen ein.
  • Bewegung & Freizeit: Zwei Tischtennisplatten, ein Bouleplatz und eine Schwengelpumpe bieten Raum für Spiel und Bewegung.
  • Nachbarschaft & Mitgestaltung: Ideen der Anwohnenden flossen über ein mehrstufiges Werkstattverfahren in die Planung ein.

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, dieses Projekt zu realisieren, und bin begeistert, dass wir das in nicht mal ganz vier Jahren hinbekommen haben", sagt Katja Ahrens, Mitglied der SPD-Fraktion Pankow. „Der Herthaplatz ist ein zentraler Begegnungsort in Niederschönhausen. Besonders stolz bin ich darauf, dass es gelungen ist, auch das ehrenamtliche Engagement der Anwohnenden zu integrieren und Flächen für gemeinschaftliches Gärtnern vorzusehen."

Ein letzter Baustein steht noch aus: die Erneuerung des Spielplatzes. Die Bauplanungsunterlage liegt bereits vor, ebenso inklusive Entwürfe für neue Spielgeräte wie Doppelschaukel, Trampoline, Karussell und Spielturm. Die Finanzierung steht jedoch noch aus. Hier bleiben wir als SPD-Fraktion dran und hoffen auch hier auf Unterstützung aus Land und Bezirk. Aber heute schon ist der neue Herthaplatz ein Gewinn für ganz Niederschönhausen.

"Das Stadtplätzeprogramm aus dem der Herthaplatz finanziert wurde, ist den Einsparungen zum Ofer gefallen. Für Pankow hatten wir hier auch die Umgestaltung des Hugenottenplatzes eingeplant. Dieses Projekt ruht nun leider, aber wir werden uns als SPD weiter dafür stark machen, dass auch das Umgesetzt wird!", so Katja Ahrens.

 
Dennis Buchner: 1946: Der erste DEFA-Film nach dem Krieg – „Die Mörder sind unter uns“

Heute vor 79 Jahren, am 15. Oktober 1946, erschien der erste DEFA-Film nach dem 2. Weltkrieg.

Im Rahmen unserer Reihe KinoGold hatte ich im Januar 2025 die besondere Freude, den historischen Film „Die Mörder sind unter uns“ im Kino Toni zu präsentieren. Dieser Film markiert ein einzigartiges Kapitel der deutschen Filmgeschichte: Als erste Nachkriegsproduktion der DEFA entstand er 1946 unter außergewöhnlich schwierigen Bedingungen.

Die Dreharbeiten begannen am 4. Mai 1946 – mitten in einem Berlin, das noch immer von den Zerstörungen des Krieges gezeichnet war. Zwei Wochen später, mit der Gründung der DEFA am 17. Mai 1946, konnten Besucher bei einer Festveranstaltung einen Blick hinter die Kulissen werfen und miterleben, wie hart die Arbeit an dieser ersten Produktion war. Außenaufnahmen zwischen den Trümmern der Stadt und improvisierte Sets zeigen eindrucksvoll die Herausforderungen, denen sich die Filmschaffenden stellten.

Inhaltlich erzählt der Film von einem Heimkehrer, der 1945 nach Berlin zurückkehrt und dort seinen ehemaligen Vorgesetzten wiedersieht – mittlerweile ein angesehener Geschäftsmann, dessen Taten während des Krieges grausame Spuren hinterlassen haben. „Die Mörder sind unter uns“ gehört damit zu den sogenannten Trümmerfilmen, die sich mit der unmittelbaren Nachkriegsrealität auseinandersetzen und die Frage nach Schuld und Verantwortung stellen.

Für mich als 1.Vorsitzenden des Fördervereins Kino Toni ist es immer wieder ein besonderes Erlebnis, solche filmhistorischen Schätze zu zeigen und mit unserem Publikum über ihre Bedeutung zu diskutieren. Der Film erinnert uns nicht nur an die Anfänge des deutschen Nachkriegsfilms, sondern auch daran, wie sehr Kunst und Gesellschaft in schwierigen Zeiten miteinander verwoben sind.

Im November 2025 starten mein Abgeordnetenkollege Tino Schopf und ich wieder mit der KinoGold-Reihe.

Nähere Informationen zu den neuen Filmen der KinoGold-Reihe: https://dennis-buchner.de/aktuelles/kiezspaziergaenge-kinogold-im-kino-toni/

 
Dennis Buchner: Tag des Weißen Stocks – Zeichen für Selbstständigkeit und Inklusion

Am 15. Oktober, dem Tag des Weißen Stocks, wird weltweit auf die Bedeutung von Selbstständigkeit, Mobilität und Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen aufmerksam gemacht. Der Tag erinnert uns daran, dass Inklusion eine gemeinsame Aufgabe ist, die uns alle betrifft.

Als sportpolitischer Sprecher setze ich mich in Berlin dafür ein, dass Sportangebote offen und zugänglich für alle sind – auch für Menschen mit Behinderungen. Doch Inklusion endet nicht auf dem Spielfeld: Sie beginnt im Alltag, auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder im digitalen Raum.

Der Weiße Stock steht als Symbol für Unabhängigkeit, Orientierung und Mut. Er mahnt uns, auf Barrieren aufmerksam zu machen – und sie Schritt für Schritt abzubauen. Dabei geht es nicht nur um bauliche Veränderungen, sondern auch um Bewusstseinsbildung und das Miteinander in unserer Stadt.

Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass:

  • öffentliche Räume und Verkehrssysteme sicher und gut zugänglich gestaltet werden,

  • digitale Angebote für alle Menschen nutzbar sind,

  • Hilfs- und Unterstützungsangebote Menschen mit Sehbeeinträchtigungen den Alltag erleichtern,

  • und inklusive Sport- und Freizeitmöglichkeiten Begegnung und Teilhabe fördern.

Der Tag des Weißen Stocks erinnert uns daran, wie wichtig gegenseitiges Verständnis, Rücksicht und Solidarität sind – damit Berlin eine Stadt bleibt, in der alle Menschen selbstbestimmt leben können.

 

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