Berlin spendet 40 Transformatoren für die Ukraine

Zusammen mit unserer Regierenden Bürgermeisterin, Franziska Giffey, und dem Stromnetz Berlin Geschäftsführer Dr. Erik Landeck übergab ich die generalüberholten Trafos an „Go Local“. Diese ukrainische Nichtregierungsorganisation übernimmt den Transport in die Ukraine und wird die Übergabe an Energieunternehmen in den vom Krieg betroffenen Gebieten sicherstellen.

Ich freue mich, dass wir einen konkreten Beitrag für den Widerstand der Ukrainerinnen und Ukrainer sowie den Wiederaufbau ihres Landes leisten. Diese überlebenswichtige Spende für die Ukraine zeigt, wie gut und effizient wir im Land Berlin zusammenarbeiten. Von der Idee unserer landeseigenen Stromnetz Berlin über die Abstimmung mit Senatskanzlei und Energieverwaltung bis zur heutigen Abfahrt aus Berlin vergingen nur wenige Wochen. Dazwischen lagen viele Hürden und viel Koordination. Die Rekommunalisierung des Berliner Stromnetzes verbunden mit einem starken Willen aller Akteure waren hier Trumpf.

 
Stromnetz Berlin ist gut auf den Winter vorbereitet

Die Berlinerinnen und Berliner gehen bisher vorbildlich mit der ernsten Energielage um: Im Oktober dieses Jahres verbrauchte die Stadt 8 % weniger Strom im Vergleich zu Oktober 2021. Gleichzeitig bereitet sich unser Landesunternehmen Stromnetz Berlin auf den sehr unwahrscheinlichen Fall einer Gasmangellage vor.

Wo ist der Zusammenhang? Sollten die Haushalte nicht mehr ihr Fernwärme oder Gasheizung nutzen können, würden sie womöglich alle auf einmal mit Radiatoren oder mit Heizlüftern – also auf Strombasis – heizen. Dafür ist unser Stromnetz aber keineswegs ausgelegt, erklärte Stromnetz-Geschäftsführer Dr. Erik Landeck. Zwar haben wir Stromreserven im Netz - jedes Trafohäuschen der Stadt nur zu 50 % ausgelastet - doch strombasierte Heizgeräte ziehen so viel Energie, dass sich die Last verdreifachen würde. Bei 150 % Auslastung erhitzt sich das System derart, dass die großen Sicherungen durchbrennen und auch weitere Betriebsmittel erheblichen Schaden erleiden würden. Und dann dauert die Reparatur mehrere Wochen. Um das zu verhindern, wird die Temperatur in den Netzstationen gemessen. Sollte sie zu hoch steigen, würde die Stromnetz ihr Netz schützen und die überhitzten Gebiete vom Netz nehmen, bis das System sich wenige Stunden später wieder abgekühlt hat.

Gut dass dieser Fall wirklich sehr unwahrscheinlich ist. Gut aber auch, dass wir in Berlin vorbereitet wären!

 
Die Photovoltaik-Kette von Vertragsabschluss bis Stromeinspeisung

Wie funktioniert der Prozess vom Kauf einer Photovoltaikanlage bis zur Einspeisung des Solarstroms ins Gesamtnetz? Warum vergehen teilweise Wochen oder sogar Monate, bis der Anschluss steht? Warum führt die Installation einer Balkon-Solaranlage ohne Zweirichtungszähler zu Stromdiebstahl? Diesen und weiteren Fragen wollte ich auf den Grund gehen und nutzte den heutigen Vormittag und lernte bei der Stromnetz Berlin mehr über die „PV-Kette“. Das für Anschlüsse verantwortliche Team erklärte mir, dass wir 17.000 Erzeugungsanlagen (dazu zählen Photovoltaikanlagen sowie Generatoren oder klassische Kraftwerke) in Berlin haben, die alle auf das Netz einwirken. Hinsichtlich des Anschlusses einer PV-Anlage kann die Stromnetz nicht einfach einen Schalter umlegen, sondern der Gesetzgeber fordert eine Reihe von Nachweisen und Prüfungen. Die SNB hat mit der Einführung eines Online-Kundenportals die Zahl der Anträge bereits von zwölf auf zwei reduziert. Derzeit arbeitet das aufgestockte Team einen Stau von älteren Anträgen ab – bei steigender Nachfrage nach Solaranlagen. Um die Wartezeit bis zum Anschluss der eigenen PV-Module kurz zu halten, ist es wichtig, seinen Installateur zu fragen, ob er die Anlage gleich nach Vertragsabschluss bei der SNB angemeldet hat!

 
Rekommunalisierung des Berliner Stromnetzes

​​​Dem Senat ist  es gelungen, die Rekommunalisierung des Berliner Stromnetzes mit Vattenfall final zu verhandeln. Die lange Hängepartie hat damit nun ein Ende. Der Senat stellt sicher, dass die Stromkosten stabil bleiben. Ein guter Erfolg.

Es ist gut, dass der Rückkauf über Berlin Energie finanziert wird und begrüßenswert, dass die Arbeitsplätze aller Beschäftigten erhalten bleiben. Nun muss noch das Abgeordnetenhaus den Rückkauf beraten und beschließen. Mit dem Rückkauf steht einer verbraucherfreundlichen, schnellen, sozial- und klimaverträglichen Energiewende im Land Berlin nichts mehr im Wege.

Damit ist eine der wichtigsten Weichen für eine schnelle Berliner Energiewende gestellt und viele der längst beschlossenen Berliner Klima- und Umweltzielen aus der Enquete Kommission und weiteren Abgeordnetenhausbeschlüssen können jetzt sozialverträglich in städtischer Verantwortung umgesetzt und weiterentwickelt werden.​

 
Brandanschlag auf die Berliner S-Bahn

Als sei die Coronapandemie nicht schon Herausforderung genug für den ÖPNV, kommt nun ein absichtlich verursachter Kabelbrand am Ostkreuz hinzu, zu dem sich linksradikale Autonome im Internet bekennen. Man kann sich nur noch an den Kopf fassen. Unabhängig von den Sachschaden und den unnötigen Wartezeiten für tausende Pendlerinnen und Pendler, hätte dies auch ernsthaft Menschenleben gefährden können. Wie borniert und selbstherrlich muss man sein, um zu glauben, dass man mit solchen Aktionen eine schweigende Mehrheit hinter sich weiß?

An der Behebung der Störung arbeitet die Berliner S-Bahn GmbH mit Hochdruck. Die schrittweise Inbetriebnahme erfolgt ab Montag, dem 12. Oktober 2020.

Aktuelle Informationen zu Verspätungen und Zugausfällen finden Sie hier.

 

Nächste Termine

Ortsteilspaziergang durch Wilhelmsruh mit „Wilhelm gibt keine Ruh“
18.06.2024, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Kiezbüro von Wilhelm gibt keine Ruh, Hauptstraße 21 / Ecke Edelweiß-Straße, 13158 Berlin

AG60plus: Sommerfest
22.06.2024, 14:00 Uhr

Garten der Quasselstube, Romain-Rolland-Straße 138, 13089 Berlin

AG60plus: Mitgliederversammlung
26.06.2024, 15:00 Uhr

Quasselstube, Romain-Rolland-Straße 138, 13089 Berlin


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