Dennis Buchner: Nur drei Tage nach dem Brandanschlag in Blankenburg – die (provisorische) Bücherbox steht wieder

Die schockierende Nachricht über den mutmaßlichen Brandanschlag auf die Blankenburger Bücherbox in der Nacht vom 29. auf den 30. Juli 2025 hatte mich tief betroffen gemacht. Diese Bücherbox war mehr als nur ein Regal – sie war ein Ort des Teilens, des zivilgesellschaftlichen Engagements und des nachbarschaftlichen Miteinanders. Ich hatte am letzten Mittwoch direkt darüber berichtet.

Erinnern wir uns kurz an die Geschichte: Im Mai 2020 entstand zunächst eine provisorische Bücherbox, gefertigt aus Paletten und Kisten. Später, am 10. Mai 2023 – dem Tag des freien Buches – wurde die neue, dauerhafte Bücherbox feierlich eröffnet. Mit Unterstützung der örtlichen Handwerksbetriebe und tatkräftiger Hilfe von Schülerinnen und Schülern aus Weißensee wurde sie zum Symbol eines Kulturprojekts, das Buchtausch und Nachbarschaft verbindet.

Ein Unfall Ende 2024 hatte die Box bereits zerstört, doch binnen kurzer Zeit wurde sie schon einmal provisorisch wieder errichtet – ein Beleg für die Widerstandskraft der Menschen vor Ort.

 

Ich bin so beeindruckt: Bereits drei Tage nach dem Brandanschlag haben die ehrenamtlichen Initiatoren nun wieder eine provisorische Bücherbox aufgebaut und damit ein kraftvolles Zeichen gesetzt. Dieser schnelle Wiederaufbau zeigt, dass Zivilgesellschaft über Zerstörung siegt – und schützt das, wofür die Bücherbox steht: Offenheit, Kreativität und Gemeinschaft.

Ich verurteile nach wie vor diesen Anschlag auf das Schärfste – er richtet sich nicht nur gegen Holz und Bücher, sondern gegen den gemeinsamen Geist unserer Nachbarschaft. Zugleich erfüllt mich der wiederhergestellte Kasten mit Hoffnung: Wo Bücher brennen, entsteht Neuanfang. Wo Engagement zerstört werden soll, wächst Solidarität.

Ich stehe fest an der Seite der Blankenburger Initiative – und lade alle Bürgerinnen und Bürger ein: Unterstützt weiterhin dieses Projekt, bringt Bücher, Zeit oder Ideen ein. Die Bücherbox mag abgefackelt worden sein – aber ihr Geist lebt weiter. Und er ist stärker denn je. Ein herzlicher Dank gilt Sybill und Stefan, den Iniatiatoren der Bücherbox.

 
Dennis Buchner: Brandanschlag auf die Blankenburger Bücherbox – Ein Angriff auf Zusammenhalt und Engagement

Die Nachricht hat mich tief betroffen gemacht: Die Blankenburger Bücherbox – ein Ort des Teilens, des Austauschs und der gelebten Nachbarschaft – wurde bei einem mutmaßlichen Brandanschlag in der Nacht vom 29. auf den 30. Juli 2025 vollständig zerstört. Alle darin befindlichen Bücher verbrannten, zurück blieb nur ein ausgebranntes Mahnmal.

Es macht mich wütend, dass solch ein Akt der Zerstörung in einem so engagierten und gemeinschaftlich geprägten Ort wie Blankenburg überhaupt möglich ist. Der Anschlag richtet sich nicht nur gegen eine Holzkonstruktion, sondern gegen ein Stück gelebte Zivilgesellschaft. Die Bücherbox war mehr als ein Ort, um Literatur weiterzugeben – sie war ein Symbol für ehrenamtliches Engagement, Vielfalt und das Miteinander in unserem Bezirk.

Die Idee zur Bücherbox entstand bereits im Sommer 2017. Zwei Blankenburger wollten einen Ort schaffen, an dem Bücher unkompliziert getauscht werden können. Was als kleine Vision begann, wurde mit viel Einsatz Wirklichkeit: Im Mai 2020 entstand mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr und aus gespendetem Material eine provisorische Bücherbox aus Paletten und Kisten. Trotz der Corona-Einschränkungen wurde sie ein beliebter Treffpunkt und blieb über Jahre gut gepflegt – von Nutzerinnen und Nutzern, die Ordnung hielten, Bücher brachten und den Ort mit Leben füllten.

Am 10. Mai 2023, dem Tag des freien Buches, konnte schließlich die neue, dauerhafte Bücherbox feierlich eröffnet werden. Gefertigt wurde sie von einem Handwerksbetrieb aus Blankenburg – mit tatkräftiger Unterstützung von Schülerinnen und Schülern aus Weißensee. Ich selbst durfte an diesem besonderen Tag dabei sein, Bücher mitbringen und den Initiatoren für ihren jahrelangen Einsatz danken. Ende 2024 wurde die Bücherbox bereits durch einen Unfall zerstört und provisorisch wieder aufgebaut.

Dass all das nun durch ein Feuer zunichtegemacht wurde, ist erschütternd. Es ist ein Angriff auf das, was uns als Gesellschaft zusammenhält: freiwilliges Engagement, das Teilen von Wissen, den offenen Zugang zu Bildung – und auf die Menschen, die sich mit Herzblut für ihre Nachbarschaft einsetzen.

Wer hat nur einen Nutzen durch diesen Brandanschlag? Wem störte der Anblick auf die Bücherbox? Wessen Sicht war vielleicht gestört und wem war der Brandanschlag und damit die Vernichtung der Bücherbox wert? Solche und weitere Fragen wird die Polizei klären müssen.

Ich verurteile diesen Brandanschlag aufs Schärfste. Gleichzeitig bin ich zuversichtlich, dass sich Blankenburg durch diese Tat nicht entmutigen lässt und wir wieder mit viel zivilgesellschaftlichen Engagement die Bücherbox wieder aufbauen. Ich werde das Projekt weiterhin mit aller Kraft unterstützen – und bin sicher, dass viele andere das auch tun werden.

Die Bücherbox mag abgebrannt sein – aber das, wofür sie steht, lebt weiter.

 
Gedenken an die Anschläge von Utøya und Oslo: Niemals vergessen

Am 22. Juli jährt sich der Tag, an dem Norwegen Opfer eines unfassbaren rechtsextremen Terroranschlags wurde. Zunächst explodierte im Regierungsviertel von Oslo eine Bombe – nur Stunden später erschoss der Täter auf der Insel Utøya 69 junge Menschen, die sich für eine gerechtere und solidarische Gesellschaft engagierten. Insgesamt verloren an diesem Tag 77 Menschen ihr Leben.

Auch 14 Jahre später ist der Schmerz in Norwegen und darüber hinaus spürbar. Die Opfer waren größtenteils Jugendliche – viele von ihnen Mitglieder der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF. Sie standen für Demokratie, Gleichheit und Menschlichkeit. Ihr Engagement machte sie zur Zielscheibe eines hasserfüllten, rassistischen Weltbildes.

Als Demokrat und Sozialdemokrat verneige ich mich vor den Opfern und ihren Angehörigen. Ihr Mut und ihre Ideale bleiben uns Mahnung und Verpflichtung zugleich. Der 22. Juli erinnert uns daran, wie tödlich Hass sein kann – und wie wichtig der entschlossene Kampf gegen Rechtsextremismus, Intoleranz und Hetze ist. Es ist unsere Aufgabe, die offene Gesellschaft zu verteidigen – jeden Tag, überall.

Wir vergessen nicht.

 
Dennis Buchner: Super-Ferien-Pass 2025/2026 - Ein starkes Signal für soziale Teilhabe in den Sommerferien

Die Sommerferien beginnen in der nächsten Woche – und vorab startet ein Angebot, das ich als sportpolitischer Sprecher der SPD ausdrücklich begrüße: Der Super-Ferien-Pass 2025/2026 ermöglicht Berliner Kindern und Jugendlichen erneut den kostenlosen Zugang zu den Sommer- und Hallenbädern der Stadt.

Jeden Ferientag einmal kostenlos ins Bad:

-  montags bis freitags ganztägig

-  am Wochenende bis 12 Uhr (Einlass ins Bad)

-  Bitte beachten: Auch für Jugendliche ab 14 Jahre gilt die (Schüler-)Ausweispflicht

Was auf den ersten Blick wie eine nette Ferienaktion aussieht, ist in Wirklichkeit ein wichtiges Instrument für mehr Chancengleichheit. In einer Stadt wie Berlin, in der längst nicht alle Familien einen Sommerurlaub bezahlen können, ist der kostenfreie Freibadeintritt ein echtes Stück Lebensqualität. Schwimmen, toben, Freunde treffen – all das gehört zu einem gelungenen Sommer dazu. Und genau das macht der Super-Ferien-Pass möglich, ganz unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.

Dass der Pass auch in diesem Jahr für nur 9 Euro erhältlich ist und zusätzlich zahlreiche Vergünstigungen für Kultur- und Freizeitangebote enthält, zeigt: Wir investieren gezielt in die Bedürfnisse junger Menschen. Besonders positiv: Die persönliche Badekarte im Pass erspart nach der einmaligen Freischaltung lange Warteschlangen an der Kasse – ein weiterer Schritt hin zu einer jugendfreundlichen Stadt.

Der Pass wird seit dem 7. Juli in allen geöffneten Bädern, in Bürgerämtern und in ausgewählten Supermärkten der Stadt angeboten.

Ich danke dem Jugendkulturservice sowie den Berliner Bäder-Betrieben für die verlässliche Zusammenarbeit. Als SPD werden wir auch künftig dafür eintreten, dass Sport und Freizeit keine Frage des Einkommens sind – sondern ein selbstverständlicher Teil des Aufwachsens in Berlin.

 

 
Dennis Buchner: Gedenkkonzert für Margot Friedländer

Viele verbinden ihren Namen mit dem bewegenden Zitat ,,Seid Menschen“.

Mit dem Aufruf nach Frieden und Menschlichkeit verdiente sie sich Anerkennung und das Große Verdienstkreuz. Als eine der letzten Holocaustüberlebenden ist es um so tragischer, dass sie vor 2 Monaten von uns ging. Ihr Erbe ist eine Starke Stimme gegen die Verbrechen des Nationalsozialismus und eine Mahnung gegen die zunehmende Geschichtsvergessenheit.

Am 5. November 1921 kam sie in Berlin zur Welt und begann eine Schneiderlehre, konnte diese aufgrund der zunehmenden Diskriminierung und Schikanierung ihrer Familie aber nicht abschließen. 1944 wurde sie in das KZ Theresienstadt deportiert. Anders als ihre Eltern überlebte sie den Pogrom und wanderte 1946 per Schiff nach New York aus. Nach 6 Jahrzehnten in der USA entschied sie sich in ihre Geburtsstadt Berlin zurückzukehren um über ihre Geschichte zu lehren.

Heute fand die offizielle Gedenkveranstaltung zu ihren Ehren in der Berliner Philharmonie statt. Ich hatte die große Ehre daran teilnehmen zu können und mich mit verschiedenen Besuchern über ihre Geschichte auszutauschen. Im Kampf gegen den Antisemitismus und Rechtsextremismus werden wir eine entscheidende Rolle der Vernunft und Humanität spielen, um das Lebenswerk dieser mutigen Frau zu verteidigen. Dafür sollten wir in Erinnerung an Margot Friedländer täglich weiter kämpfen. Noch zu Lebzeiten hat Margot Friedländer Stiftung dafür gesorgt, dass ihr Werk, ihre Lebensaufgabe auch in Zukunft weiter wirken. Daran sollten wir alle teilnehmen, in Margot’s Sinne, wie es der Vorsitzender des Vorstads der Stiftung, Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer, in seiner Rede bei der Gedenkveranstaltung äußerte.

 

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