Fehlende Klimaanlagen in der U-Bahn - Hitze auf ganzer Linie
U-Bahn der BVG an der Schönhauser Allee

von Linda Vierecke, MdA

Berlin bekommt neue U-Bahnen. Bis 2035 sollen 1500 neue Wagen in Betrieb gehen und dann über Jahrzehnte durch die Stadt rollen. Ist die U-Bahn zukunftsfest? Ausgelegt auf die steigende Sommertemperaturen sind die neuen Baureihen jedenfalls nicht. Sie bieten zwar mehr Platz, doch was fehlt, sind Klimaanlagen.

1,5 Millionen U-Bahn Fahrgäste müssen täglich mit der BVG befördert werden – an Hitzetagen ist es – ohne Klimaanlage – mindestens unangenehm und für viele Leute so heiß, dass sie darauf verzichten müssen, das Haus zu verlassen. Darum müssen wir uns Gedanken machen, wie wir unseren Nahverkehr auf diese Szenarien vorbereiten.

 
Berlins neue Super-Tram soll ab Oktober rollen

Eigentlich sollte Berlins längste Straßenbahn bereits im Fahrgastbetrieb unterwegs sein – doch die Einführung des neuen „Urbanliner“ verzögerte sich. Statt wie zuletzt angekündigt im Sommer, rechnet die BVG nun mit einem Start im Oktober. Grund dafür sind laufende Tests, unter anderem zur Sicherheit und Technik des 50 Meter langen Fahrzeugs.

Mit Platz für 312 Fahrgäste soll die neue Tram künftig vor allem auf der stark frequentierten Linie M4 zum Einsatz kommen – später auch auf M2, M8 und M10. Die bisherigen Züge werden nach und nach ersetzt. Aktuell sind zwei „Urbanliner“ testweise im Einsatz, auch das Fahrpersonal wird bereits geschult. Insgesamt hat die BVG 65 Fahrzeuge geordert. Die vollständige Auslieferung der neuen Trams wird ab 2026 erwartet.

 
Verkehrschaos am Treptower Park – so geht´s nicht!

Dauerstau, gefährliche Situationen für Rad- und Fußverkehr, Busausfälle, Lärm und schlechte Luft – so sah der Start des neuen A100-Abschnitts aus. Eine verantwortungsvolle Verkehrsplanung sieht anders aus. Von der Verkehrssenatorin fordere ich deshalb ein Verkehrskonzept, weitere konkrete Maßnahmen für die Verkehrssicherheit und für ein Fortkommen des ÖPNV. Das habe ich auch in meiner heutigen Plenarrede deutlich gemacht. Nachzusehen in der >>rbb-Mediathek<< (ab Minute 00:26:06). Ich bleibe dran – kritisch, konstruktiv und verlässlich.

 
Anschlussstelle Treptower Park: Ein verkehrliches Nadelöhr

Heute habe ich mir vor Ort an der Anschlussstelle Treptower Park ein Bild der Lage gemacht. Schon vor dem Feierabendverkehr waren die Straßen überfüllt, Busspuren blockiert und das Überqueren der Kreuzung für Fußgänger ein riskanter Hindernislauf.

Ein Verkehrskonzept war nicht erkennbar – doch genau das ist dringend notwendig. Es steht nicht ohne Grund im Koalitionsvertrag. Ich erwarte, dass die Verkehrssenatorin dieses Konzept zügig vorlegt und umsetzt. Die Situation wird sich nicht von selbst entspannen. Ohne klare, lösungsorientierte Maßnahmen wird sich das gefährliche Chaos weiter verschärfen.

 

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