Equal Pay Day 2016
Auf dem Equal Pay Day

Am 19. März fand der diesjährige Equal Pay Day statt, der internationale Aktionstag für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern. Bereits am 18. März traten Gewerkschaften, Parteien und viele weitere Organisationen gemeinschaftlich vor dem Brandenburger Tor in Berlin für den Grundsatz "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" ein. 105 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag ist die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern in einer der reichsten Volkswirtschaften immer noch eklatant. In Zahlen bedeuetet das 16,20 Euro durchschnittlicher Bruttostundenverdienst für Frauen im Vergleich zu 20,59 Euro für Männer. Das muss sich ändern. 

Auch die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Pankow und die Buchholzer SPD waren an diesem Tag anwesend - für mehr Gerechtigkeit bei der Entlohnung von Frauen und Männern. 

 
Equal Pay Day

Equal Pay Day 2016

Frauen verdienen mehr! Mit dem Gesetz für Lohngerechtigkeit

"Am 19. März findet der diesjährige Equal Pay Day statt, der internationale Aktionstag für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern. Hierzu erklärt die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Elke Ferner:

Seit 2010 lag die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern konstant bei 22 Prozent. Nach aktuellen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes fiel der Verdienstunterschied im Jahr 2015 um ein Prozent geringer aus: Frauen verdienen also "nur noch" 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. 16,20 Euro durchschnittlicher Bruttostundenverdienst für Frauen im Vergleich zu 20,59 Euro für Männer. Das ist und bleibt ungerecht - das muss sich ändern.

Dass sich die Lohnlücke zumindest etwas verringert hat, verdanken wir dem gesetzlichen Mindestlohn. Mehr als zwei Millionen Frauen haben bereits im ersten Jahr davon profitiert. Insgesamt gehen Prognosen davon aus, dass der Mindestlohn die Lohnlücke um zwei Prozentpunkte schließen wird. Das reicht uns nicht!

Das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit muss kommen. Der Gesetzentwurf von Manuela Schwesig für mehr Lohngerechtigkeit liegt bereits seit Anfang Dezember 2015 dem Bundeskanzleramt vor. Doch wie schon beim Quotengesetz sperren sich Union und Wirtschaft gegen die Gleichstellung von Frauen und Männern.

Wir SPD-Frauen fordern die CDU/CSU daher auf, ihre Blockadehaltung gegen das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit aufzugeben. Deutschland gehört im EU-Vergleich zu den Schlusslichtern bei der Bezahlung von Frauen - das ist eine Schande! Eine solche Ungerechtigkeit darf es in einem modernen Land wie Deutschland, das sich die Wahrung der Rechte von Frauen auf die Fahnen schreibt, einfach nicht geben. Die Union und Bundeskanzlerin Merkel müssen endlich Farbe bekennen für die Gleichstellung von Frauen und Männern!

Um die Lohnlücke zu schließen müssen weitere Maßnahmen folgen, wie die Aufwertung sog. typischer Frauenberufe oder ein Anspruch auf befristete Teilzeit. Denn wer die Arbeitszeit reduziert, um Kinder zu erziehen oder Angehörige zu pflegen, darf nicht in der beruflichen Sackgasse landen. Gemeinsam mit unseren Bündnispartnerinnen und Bündnispartnern in Gewerkschaften und Frauenverbänden fordern wir einen Rechtsanspruch auf Rückkehr zur vorherigen Arbeitszeit.

2016 fällt der Equal Pay Day auf den 19. März. An diesem Datum fand vor 105 Jahren der erste Internationale Frauentag statt. Schon damals forderten Frauen gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Daran wollen wir erinnern und ein Zeichen setzen für mehr Gerechtigkeit bei der Entlohnung von Frauen und Männern." SPD-Parteivorstand

 
Rote Rosen für die Gleichberechtigung
200 Rosen haben wir am S-Bahnhof Landsberger Allee verteilt.

Am Internationalen Frauentag 2016 haben wir mit unserem Abgeordneten Nikolaus Karsten diesmal am S-Bahnhof Landsberger Allee traditionell hunderte Rosen an Frauen verteilt, die auf dem Weg zur Arbeit waren. Mit den Rosen wollen wir auf aktuelle Themen für Frauen aufmerksam machen. So erhalten Frauen in Deutschland noch immer nicht den gleichen Lohn, wie ihre männlichen Kollegen. Wir als SPD fordern daher: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“.

 
Aufruf zum Internationalen Frauentag, ASF

Frauen brechen auf

 

"Vor über 100 Jahren wurde der erste Internationale Frauentag begangen. Damals wie heute kämpfen Frauen weltweit an diesem Tag für ihre Rechte und für die Gleichberechtigung. Zum Internationalen Frauentag 2016 wollen wir gemeinsam aufbrechen – in ein Leben frei von Sexismus und Gewalt!

Die Übergriffe gegen Frauen in der Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Städten haben in tragischer Weise gezeigt, worauf wir schon seit Langem aufmerksam machen: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen muss endlich ernst genommen werden.

Denn sie findet täglich und überall statt: Ob zu Hause, am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit oder im Internet. Ob als anzügliche Witze, sexistische Sprüche, übergriffiges Auftreten, häusliche Gewalt oder Vergewaltigung. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist leider auch Teil der deutschen Kultur.

Wir sind tagtäglich mit überkommenen Rollenbildern, mit Sexismus in Sprache, Medien oder Werbung konfrontiert. Frauen werden als Sexobjekte, Opfer oder „Heimchen am Herd“ dargestellt. Dies führt zu weniger Respekt gegenüber Frauen – und fördert sexuelle Belästigung und Gewalt gegen Frauen.


 

WIR FORDERN:

  • ein Verbot geschlechterdiskriminierender Werbung;

  • eine gleichwertige Darstellung von Frauen und Männern in den Medien, die die vielfältigen Rollen und Lebenswege widerspiegelt;

  • mehr Heldinnen und mehr weibliche Vorbilder in Fernsehen, Videospielen und Printmedien;

  • eine umfassende Reform des Sexualstrafrechts, die den Grundsatz „Nein heißt Nein“ umsetzt und sexuelle Belästigung unter Strafe stellt;

  • eine Beweis- und Spurensicherung nach Sexualstraftaten, auch wenn Betroffene (noch) keine Anzeige erstatten möchten;

  • eine dauerhafte Finanzierung der Hilfe- und Beratungseinrichtungen für Frauen und Mädchen, die auch den Zugang von geflüchteten Frauen sicherstellt.


Der Einsatz gegen sexualisierte Gewalt muss jeden Tag ausnahmslos politische Priorität haben. Viel zu oft werden Sexismus und sexualisierte Gewalt tabuisiert – dieses Schweigen wollen wir brechen. Viel zu oft werden wir durch überkommene Rollenbilder in den Medien beeinflusst – diese Rollenzuschreibungen wollen wir aufbrechen. Viel zu oft führt die sexistische Darstellung von Frauen zu Gewalt – diesen Kreislauf wollen wir durchbrechen. Lasst uns gemeinsam aufbrechen – in ein Leben frei von Sexismus und Gewalt."

 
ASF-Pankow wählte neuen Vorstand

ASF-Pankow wählte neuen Vorstand

 

Am 18.02.2016 wählte die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Pankow ihren neuen Vorstand. Ulrike Rosensky (SPD Französisch Buchholz) wurde für weitere zwei Jahre in ihrem Amt bestätigt. Katharina Berten (SPD Mauerpark) und Gesine Schmidt-Grosser (SPD Pankow-Süd) wurden jeweils zur stellvertretenden Vorsitzenden der ASF-Pankow gewählt. Den Vorstand ergänzen die neu gewählten Genossinnen: Sonja Garske (SPD-Französisch Buchholz) als Schriftführerin, als Beisitzerinnen: Rona Tietje (SPD Mauerpark), Carolin Lühe (SPD Weißensee City), Anja Gerecke (SPD Mauerpark), Lena Kloster (SPD Mauerpark), Isabell Winzer (SPD-Helmholtzplatz), Kathrin Strauss (SPD-Helmholtzplatz), Alexandra Wend (SPD-Pankow Süd), Anieke Fimmen (SPD-Kollwitzplatz) und Melanie Johannsen (SPD-Wilhelmsruh-Rosenthal).

Die ASF-Pankow hat sich im Wahljahr 2016 viel vorgenommen. Neben einem unabhängigen Frauenwahlkampf in Pankow, soll die Diskussion zum Thema Arbeit fortgesetzt werden. In den nächsten Monaten wird die radikale Arbeitszeitverkürzung von 30 Stunden, bei vollem Lohnausgleich diskutiert, sowie die Anerkennung von ehrenamtlicher Arbeit auf die Rente. Weiterhin kritisiert die ASF-Pankow die Lohnlücke von fast 22 Prozent zwischen Männern und Frauen und fordert die Angleichung der Löhne. Im April 2016 plant die ASF-Pankow in Zusammenarbeit mit dem ASF-Landesvorstand und der ASJ Pankow, eine Veranstaltung zum §177 Strafgesetzbuch, die Verschärfung des Sexualstrafrechts, mit Eva Högl und Heiko Mass. Das politische Frauenfrühstück, sowie die Kampagne ASF-Pankow on Tour sollen weiterhin neben den Mitgliederversammlungen ein fester Bestandteil der Arbeit sein. Pankows Genossinnen verstehen sich als kritisches Korrektiv zur Politik der SPD und starten mit einem neuen, jungen und schlagkräftigen Team ins Berliner Wahljahr 2016.

Ulrike Rosensky, ASF-Vorsitzende

 

 

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