Bezirk
Die Probleme sind altbekannt. In Pankow gibt es momentan zu wenige bzw. infolge ausstehender Sanierungen nicht sinnvoll nutzbare Turnhallen. Die Folgen bekommen die Schülerinnen und Schüler im Bezirk täglich zu spüren: Schultage verlängern sich, weil die Sportstunden nicht nach den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler geplant werden können, sondern seitens der Schulen darauf ausgerichtet werden müssen eine möglichst große Auslastung der bestehenden Hallen zu erreichen. Sind diese Kapazitäten ausgeschöpft, kommt es häufig zu Unterrichtsausfällen. Getrenntgeschlechtlicher Sportunterrricht, eigentlich in den Rahmenlehrplänen empfohlen, kann ebenfalls häufig nicht angeboten werden. An sinnvolle sportliche Zusatzangebote, wie die Hallennutzung auch in Hortzeiten, und Schulprogramme wie „Bewegte (Grund-) Schule“ ist meistens nicht einmal zu denken.
Vor einigen Tagen hat an der Wollankstraße ein Supermarkt neu eröffnet. Seine derzeitige verkehrliche Anbindung ist ein Provisorium, große Umbaumaßnahmen stehen bevor. Auf eigene Kosten will der Betreiber die Kreuzung Wollankstraße/Florastraße so verändern, dass ein Linksabbiegen auf seinen und von seinem Parkplatz möglich ist. Ferner soll eine weitere Ampel sicherstellen, dass Fahrzeuge, die seinen Parkplatz verlassen, keine Gefährdung für die Verkehrsteilnehmer auf der Wollankstraße, also auch nicht für Radfahrer und Fußgänger darstellen können.
Die bevorstehende Veränderung der Kreuzung ist verkehrspolitischer Vernunft geschuldet. Die Verkehrslenkung Berlin, allein zuständig für die Genehmigung dieses Kreuzungsumbaus, lässt daran keinen Zweifel. Nach heutigem Stand soll die Baumaßnahme bis zum Sommer 2013 andauern. Doch so erforderlich sie ist, so sehr wirft die Baumaßnahme die Frage auf, wie in Pankow eigentlich Verkehrspolitik betrieben wird.
Am 29.08.2012 hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow auf interfraktionellen Antrag der Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, Die Piraten und CDU mit großer Übereinstimmung einen Antrag zur Fertigstellung des Mauerparks, zur Sicherung seiner öffentlichen Grünanlagen und zum Schutz des dort anliegenden Kinderbauernhofs beschlossen.
- Konzepte werden von der BVV-Pankow auf ihre Tragfähigkeit geprüft -
Der Finanzausschuss der BVV-Pankow hat gestern einem Vorschlag der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen mehrheitlich zugestimmt, der eine gezielte Interessensabfrage für die Übernahme der Stillen Straße 10 durch einen Freien Träger der Wohlfahrtspflege ermöglicht. Die Interessensbekundungen mit konzeptionellen Überlegungen sollen dem Finanzausschuss am 20.09.2012 vorgelegt werden.
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