Bezirk
Es ist eine der größten innerstädtischen Brachen, der ehemalige Güterbahnhof in Pankow. Sein Eigentümer will ein neues Stadtquartier mit dringend benötigtem Wohnraum und Schulen aber auch mit großflächigem Einzelhandel entwickeln. Seit Jahren finden Foren, Gesprächs- und Diskussionsrunden mit Anwohnern und in der Politik statt, ein Gutachten folgt dem nächsten. Allein, es geht nicht voran. Damit muss endlich Schluss sein. Es ist Zeit, zu entscheiden. Wer könnte das besser als der Souverän? Die Pankowerinnen und Pankower könnten in einem Bürgerentscheid über das Projekt votieren.
Zwei Wochen lang hatte die Pankower SPD zugunsten der Flüchtlinge in Pankow Sachspenden gesammelt. Dazu waren Anlaufstellen in der Kreisgeschäftsstelle sowie den neun Bürgerbüros der Pankower SPD-Abgeordneten eingerichtet, auch bei mir in der Florastraße 94. Dass die in den letzten Wochen von Rechtsextremen an einigen Orten angestachelte Fremdenfeindlichkeit weder für Berlin noch die Bundesrepublik repräsentativ ist und die Spendenbereitschaft in Pankow riesig sein würde, wussten wir. Um die Sammlung handhabbar zu halten, war sie daher auf das Umfeld der Pankower SPD und Büronachbarn limitiert. Und doch kamen zwölf Kubikmeter Kleiderspenden für Erwachsene und Kinder, Kinderspielzeug sowie Kleinmöbel zusammen, die gestern übergeben werden konnten.

Es ist zum Ende eines jeden Jahres einer der besonders schönen Termine im Kiez: Der Vorlesetag im November. Der Alt-Pankower Abgeordnete Torsten Schneider liest dann in der Elizabeth-Shaw-Schule in der Grunowstraße Grundschülern vor und spendet das Buch anschließend der Schule. In diesem Jahr trug er aus William Shakespeares "Der widerspenstigen Zähmung" vor. Ein Buch, das in seiner kindgerechten Neuerzählung auf großes Interesse unter den Grundschülern stieß. Dank geht dabei an die Buchhandlung BuchSegler in der Florastraße, auf deren Empfehlung die Auswahl des Buches zurückgeht. Der BuchSegler wurde mehrfach für seine Kompetenz als Kinderbuchhandlung ausgezeichnet.

Die gefährliche Verkehrssituation am S- und U-Bahnhof Pankow soll offenbar auf unbestimmte Zeit bestehen bleiben. Der für den Verkehr in Pankow zuständige Stadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis90/Die Grünen) informierte die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) kürzlich, dass das Bezirksamt für "Maßnahmen zu einer nachhaltigen Verbesserung der Verkehrssicherheit" keine Möglichkeiten sieht. Aber Hinweisschilder sollen nun aufgestellt werden, sie seien sogar schon bestellt. Im Bezirksamtsdeutsch klingt dies so: "Zur Erhöhung der Sicherheit werden beidseitig lesbare große Hinweistafeln mit Abbildung des Verkehrszeichens VZ 101 StVO Gefahrenstelle und mit dem Text 'Erhöhte Unfallgefahr für Fußgänger Bitte Ampel benutzen' und Richtungspfeil am Ostausgang des U- Bahnhofes Berliner Straße montiert."
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