Bei einem Ortstermin im Juli hatte mir Bezirksstadträtin Annika Gerold zugesichert, die angesprochenen Probleme mit ins Bezirksamt zu nehmen und mir anschließend eine Rückmeldung zu geben. Einen Monat später herrscht trotz meiner Erinnerung weiterhin Funkstille.
Dabei zeigen die vergangenen Wochenenden, dass die Probleme keineswegs Einzelfälle sind: Es wird außerhalb der ausgewiesenen Flächen gegrillt, Regeln zu Grills und Gruppengrößen werden missachtet. Hinzu kommen private Feiern mit DJs und großen Musikanlagen, Müll, Wildpinkeln und falsch abgestellte Fahrzeuge.
Besonders deutlich wird die Situation durch eine Stellungnahme des Kiosk-Pächters. Er spricht von einer regelrechten Überlastung des Grillbereichs und erklärt, dass selbst das Zusammenspiel von Ordnungsamt, Polizei, Stadtreinigung, Parkläufern und Kioskpersonal nicht mehr ausreiche, um Ordnung und die Einhaltung der Regeln sicherzustellen.
Das ist ein alarmierendes Eingeständnis. Friedrichshain-Kreuzberg darf die Situation nicht aussitzen. Auch die Anwohnenden auf Pankower Seite haben Anspruch auf einen sauberen, sicheren und nutzbaren Park. Es muss verhindert werden, dass sie die Leidtragenden einer verfehlten Bezirkspolitik werden. Wie der Bezirk die Situation in den Griff bekommen will, bleibt er bislang schuldig.
Die Kehrbürgergruppe „EinsteinsCleanTeam“ engagiert sich regelmäßig für einen sauberen Mühlenkiez. Bei ihrem Einsatz am 9. August sammelten zehn Ehrenamtliche 61 Kilogramm Restmüll sowie rund 30 Kilogramm Altglas und Altholz. Das ist ein großartiges Engagement des Teams und das ist nicht selbstverständlich. Hierfür herzlichen Dank.
Besonders viel Arbeit bereitete eine kleine Grünfläche zwischen der Pieskower Lounge und der Kita Sonnenblume, gegenüber der Paul-Lincke-Grundschule. Allein dort kamen in rund vier Stunden sieben volle Müllsäcke zusammen. Die Fläche ist stark verwildert. Totholz und dichter Bewuchs erschweren die Reinigung, Büsche und Bäume ragen bereits in den Gehweg. Die Kehrbürger wünschen sich deshalb Unterstützung durch das Grünflächenamt: Die Fläche sollte ausgedünnt, von Totholz befreit und zurückgeschnitten werden. Eine bessere Einsehbarkeit könnte zudem illegale Müllablagerungen erschweren. Ich unterstütze das Engagement der Kehrbürgergruppe. Deshalb habe ich mich an die Bezirksstadträtin gewandt und darum gebeten, dass sich das Grünflächenamt der Fläche annimmt und sie wieder regelmäßig pflegt.
Die Unterschriftenaktion für mehr Sitzbänke im schattigen Bereich des Antonplatzes an der Bizetstraße war erfolgreich: Rund 150 Bürgerinnen und Bürger unterstützten die Initiative. Inzwischen hat der Bezirk zugesagt, zwei zusätzliche Sitzbänke an der Bizetstraße aufzustellen.
Hintergrund war, dass nach der Neugestaltung des Antonplatzes zwar neue Sitzgelegenheiten entstanden sind, schattige Plätze zum Ausruhen im östlichen Bereich aber fehlten. Gerade ältere Menschen hatten mich immer wieder auf dieses Problem aufmerksam gemacht.
Insbesondere Frau Sch. aus der Seniorenstiftung in der Gürtelstraße hat unermüdlich Unterschriften gesammelt und damit maßgeblich zum Erfolg der Initiative beigetragen. Ihr und auch dem Vorstand der Seniorenstiftung sowie Bezirksstadträtin Manuela Anders-Granitzki gilt mein herzlicher Dank. Der Erfolg zeigt, dass das Engagement aus der Nachbarschaft konkrete Verbesserungen bewirken kann. Nun gilt es, die Umsetzung im Blick zu behalten, damit die neuen Sitzbänke zeitnah aufgestellt werden.
Was bewegt Pankow? Woran arbeitet die SPD-Fraktion in der BVV? Und was können wir gemeinsam in unserem Bezirk bewegen? Mit unserem neuen Newsletter wollen wir einen Einblick in unsere politische Arbeit geben und über aktuelle Themen aus Pankow informieren.
In unserer Ausgabe blicken wir auf die vergangenen Monate und zeigen, welche Themen uns als SPD-Fraktion besonders beschäftigt haben. Dabei geht es unter anderem um bezahlbares und gutes Wohnen im Alter, die Zukunft der Berliner Allee, die Bekämpfung von Kinderarmut, Stadtentwicklung und Verkehr sowie die Diskussion um eine mögliche Bewerbung Berlins für die Olympischen und Paralympischen Spiele.
In den kommenden Wochen sind Linda, Johannes und die SPD Mauerpark am Rahmen unserer Sommer-Kiez-Tour im gesamten Wahlkreis unterwegs. Unser Ziel ist es, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die unseren Kiez jeden Tag mitgestalten: Vereine, soziale Einrichtungen, Initiativen und engagierte Nachbar*innen.
Wir möchten mehr über ihre Arbeit erfahren, ihre Perspektiven auf die sozialen und ökologischen Herausforderungen im Kiez kennenlernen und ihre Anregungen für unsere politische Arbeit mitnehmen. Denn gute Politik beginnt mit Zuhören und lebt vom direkten Austausch.
Abhängen mit der SPD Mauerpark
26.09.2026
tba
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