Gemeinsam gegen Arbeitsbedingungen bei Lieferando

Am 4. November 2022 haben AfA-Mitglieder und Gewerkschafter:innen gemeinsam gegen die harten Arbeitsbedingungen bei Lieferando demonstriert und der Belegschaft mit deutlichen Signalen klargemacht, dass sie nicht allein ist.

Vom Schlesischen Tor ausgehend ist die Versammlung zur Lieferando-Zentrale marschiert. Dort sprachen bei einer Kundgebung unter anderem:
 
Cansel Kiziltepe (Bundesvorsitzende der AfA und Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wohne, Stadtentwicklung und Bauwesen)
Ronja Endres (Vorsitzende der BayernSPD und stellv. Bundesvorsitzende der AfA) gab Einblicke in die Situation der Betriebsräte in Bayern
Gaby Bischoff (Mitglied des Europäischen Parlaments) brachte die europäische Perspektive ein.
 
Wir von der AfA Pankow waren natürlich kämpferisch dabei.

Vielen Dank an den Schriftführer der AfA Berlin Daniel Schwanz für die gelungene Organisation.
 
 
Neuer Prioritäten für die Entwicklung von Wohnungsbaustandorten im Bezirk Pankow!

452.000 – so viele Menschen werden im Jahr 2030 im Bezirk Pankow leben, das sind knapp 40.000 mehr als zum Erhebungsstand vom 31.12.2020. So ist es der Bevölkerungsprognose für Berlin und die Bezirke 2018 - 2030 der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg zu entnehmen. Schon jetzt muss der Bezirk also einem Bedarf von 22.000 zusätzlichen Wohnungen ausgehen, damit Hinzuziehende und Pankower:innen, die bereits heute mehr Wohnraum benötigen, eine neue oder eine andere Wohnung finden.

Die SPD-Fraktion Pankow bringt gemeinsam mit der Linksfraktion zur 10. Tagung der BVV Pankow den Antrag IX-0440 ein, über den auch weiterhin die Bereitstellung von zusätzlichem und leistbarem Wohnraum mit hoher städtebaulicher Qualität gesteuert und zugleich die Versorgung mit sozialer, grüner, technischer und verkehrlicher Infrastruktur sichergestellt werden soll. Mit dem Beschluss sollen zugleich klare Prioritäten für die Erstellung von Bebauungsplänen gesetzt werden, so dass er die Festlegung von prioritären Wohnungsbaustandorten aus dem Jahr 2016 mit der Drucksache VII-1203 fortschreibt und ersetzt.

 
Das Parkhaus der Zukunft

Heute wurde das modernisierte Parkhaus am Gleisdreieck eingeweiht. Hier lässt sich die Zukunft der Elektromobilität als fester Bestandteil der ökologischen Mobilitätswende anschaulich erleben. Als Mobilitätskreuz verbindet das Parkhaus nicht nur verschiedene Quartiere in der Mitte Berlins, sondern vor allem verschiedene Verkehrsträger: Die Öffis mit einer Jelbi-Station und einem direkten Anschluss an drei U-Bahnlinien und künftig an die S21. Auch Fahrräder und Roller, elektrisch oder nicht, finden hier Platz. Und neben dem klassischen Verbrenner-PkW werden hier bevorzugt eAutos parken, denn wer steht, der lädt. Die Netzanschlussleistung erlaubt derzeit 41 Ladestationen von insgesamt 700 Stellplätzen – eine wesentliche Baustelle bleibt also, mit steigender Nachfrage nach eAutos auch mehr Strom in das Parkhaus zu leiten.

Parkhäuser haben eine sichere Zukunft, denn im öffentlichen Straßenraum wird der Platz knapper. Unsere Straßen sollen mit noch mehr und breiteren sicheren Fahrradstreifen ausgestattet werden und in den Wohnquartieren werden die Parkplätze sukzessive reduziert.

Meine Idee vom Parkhaus der Zukunft sähe zusätzlich noch eine große anbieterübergreifende Packstation zur Abgabe und Abholung von Paketen vor sowie eine Zweiradschrauber-Station zur Reparatur von (e)Fahrrädern.

 
Stolpersteinputzen in Niederschönhausen 2022

Am 09.11. und 11.11.2022, den 84. Gedenktag der Reichsprogromnächte von 1938, haben wir im Abteilungsgebiet die Stolpersteine im Gedenken an unsere, in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten oder in den Tod getriebenen Mitbürger geputzt. Dabei haben wir diese mit Blumen versehen. Wir erinnerten uns der Opfer des NS-Terrors und führten aber auch Gespräche mit Passanten, die über unsere Aktion „stolperten“.

 
Abteilungsausflug mit Kind und Kegel

Unser diesjähriger Abteilungsausflug führte uns direkt ins industrielle Herz von Wilhelmsruh in den Pankow-Park auf dem ehemaligen Bergmann-Borsig-Gelände. Der seit über 100 Jahren genutzte sehr weitläufige Industriestandort hat eine bewegte Geschichte und liegt direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Über dieses Gelände führte uns der in Pankow ansässige Technikhistoriker Sören Marotz, der im Jahr der Wende dort eine Ausbildung als Elektromechaniker begann. Wir konnten während der Führung sowohl Wissenswertes über die damals historisch typische Industriearchitektur, als auch die Entwicklung der unterschiedlichen dort ansässigen Unternehmen erfahren - darunter die mit der Rockgruppe Rammstein eng verbundene Veranstaltungstechnikfirma Black Box Music oder der europaweit agierenden Schienenfahrzeughersteller Stadler. Einen besonderen Höhepunkt bot zudem die sogenannte Hinterlandmauer, die das Wohngebiet zu DDR-Zeiten vom Grenz- und Industriegebiet trennte und die von Herrn Marotz im März 2021 wiederentdeckt worden war.

 

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