15.08.2020 in Wahlkreis von Tino Schopf

Buchpräsentation des Kiezbuches

 

Am 20. August findet die Buchpräsentation des Kiezbuches in der KulturMarktHalle im Prenzlauer Berg statt. Seit über einem Jahr hat das Stadtteilzentrum Prenzlauer Berg im Rahmen des Projektes "Kiezstimmen" an einem Kiezbuch über den Mühlenkiez gearbeitet; ein Buch aus dem Kiez, über den Kiez, für den Kiez. Nun ist das Buch druckfisch fertig und Interessierte sind herzlich zur offiziellen Buchpräsentation eingeladen. Bei kühlen Getränken können Sie mit dem Projektteam ins Gespräch kommen, sich mit Anwesenden austauschen und die nachbarschaftliche Atmosphäre genießen. Für alle Interessierten wird es Buchexemplare vor Ort geben. 

 

14.08.2020 in Wahlkreis von Tino Schopf

Solonplatz - Ein unterschätztes Kleinod

 

Gemeinsam mit meinem Kollegen Dennis Buchner ist es uns gelungen, zusätzliche Haushaltsmittel für die Sanierung von Spielplätzen locker zu machen. Einen ersten großen Erfolg hatten wir bereits 2018/19. Hier konnten wir zusätzlich sechs Millionen Euro für die Sanierung der Berliner Spielplätze einstellen. Und um die besonders schlechte Situation in Weißensee zu verbessern, haben wir Gelder aus PMO-Mitteln akquiriert. Hierbei handelt es sich um das beschlagnahmte Vermögen der SED-Partei und anderer DDR-Massen-Organisationen, das für Projekte im Osten Deutschlands verwendet werden kann. Davon hat auch der Spielplatz auf dem Solonplatz profitiert und seit Anfang Juni freuen wir uns wieder über spielende Kinder.

 

 

13.08.2020 in Allgemein von AsF Pankow

Resolution: Frauen in der Corona-Krise – Geschlechtergerechtigkeit muss auch in Krisenzeiten selbstverständlich sein!

 

Resolution der AsF Pankow

"Frauen in der Corona-Krise – Geschlechtergerechtigkeit muss auch in Krisenzeiten selbstverständlich sein!"

Die KDV möge beschließen:

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt das Leben aller Menschen. Viele leiden unter gesundheitlichen, wirtschaftlichen oder privaten Einschränkungen. Dennoch sind nicht alle gleich stark betroffen. Die Pandemie belastet vor allen viele Frauen überproportional stark.  Die Soziologin Jutta Allmendinger spricht angesichts der Corona-Krise von einem „Rückfall auf eine Rollenteilung wie zu Zeiten unserer Großeltern“ und einer „entsetzlichen Retraditionalisierung“.[1]

Soweit darf es nicht kommen! Deswegen fordern wir, dass bei allen politischen Entscheidungen zur Bewältigung der Krise der Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit berücksichtigt wird. Außerdem muss die strukturelle Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern konsequenter als bisher bekämpft werden. Nur so kann erreicht werden, dass es in Krisensituationen keine gravierenden Rückschritte gibt.

Frauen auf dem Arbeitsmarkt

Viele Frauen konnten lange nicht oder nur sehr eingeschränkt arbeiten, weil der größte Anteil der Sorgearbeit (Kinderbetreuung, Heimunterricht, Pflege) von ihnen übernommen wurde. Über 20 % der Mütter haben ihre Arbeitszeit in den letzten Monaten reduziert, die sowieso schon kürzer als bei den Männern ist.[2] Besonders Frauen mit ohnehin niedrigem Einkommen trifft diese Situation hart. Viele Frauen müssen außerdem aufgrund der langen Abwesenheit vom Arbeitsplatz mit Problemen in ihrer beruflichen Entwicklung rechnen. 

Erschwerend kommt hinzu, dass in vielen Formen prekärer Beschäftigung mehr Frauen als Männer arbeiten (z. B. Minijobs). Sie sind in der Krise nun kaum vor Kündigung geschützt Außerdem waren bestimmte Branchen wie das Gastgewerbe, in denen Frauen überproportional vertreten sind, stärker betroffen vom Lockdown betroffen als z. B. die Produktion. Deshalb steigt die Arbeitslosigkeit bei Frauen derzeit stärker als bei Männern.[3]

Deshalb setzen wir uns für folgende Punkte ein:

  • Sämtliche staatliche Maßnahmen wie Rettungspakete, Konjunkturprogramme und Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung nach der Wirtschaftskrise müssen den Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit berücksichtigen (Stichwort: Gender Budgeting)
  • Die Rückkehr zum Regelbetrieb in Schulen und Kitas muss, unter den gebotenen Sicherheitsvorkehrungen, höchste Priorität haben.
  • Homeoffice kann für Familien eine gute Entlastung sein. Es darf aber kein Ersatz für Bildungs- und Betreuungsangebote werden.
  • Jobcenter und Arbeitsagentur müssen zielgruppenspezifische Beratungsangebote für Frauen schaffen, die in der Krise ihren Job verloren haben.  
  • In Branchen mit überproportional vielen prekär Beschäftigten (z. B. Gastgewerbe) muss es langfristig eine bessere soziale Absicherung geben.

Frauen in systemrelevanten Berufen

Während der Corona-Krise wurde der Begriff „Systemrelevanz“ von Berufen geprägt. Wie eine Untersuchung des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung aus dem Juni 2020 zeigt, ist der Frauenanteil in diesen Berufsgruppen weit überdurchschnittlich. Gleichzeitig sind Entlohnung und Sozialprestige deutlich unter dem Durchschnitt.[4]

Während der Krise ist für jeden noch deutlicher geworden, was z. B. in der Krankenpflege, der Jugendhilfe, dem Erziehungssektor, aber auch im Einzelhandel oder von Reinigungsdiensten geleistet wird. Diese Menschen haben einen entscheidenden Anteil daran, dass wir bisher verhältnismäßig glimpflich durch die Krise gekommen sind.

 Deshalb setzen wir uns für folgende Punkte ein:

  • Systemrelevante Berufe verdienen höhere Anerkennung – das bedeutet vor allem auch bessere Bezahlung.
  • Die Arbeitsbedingungen in diesen Berufen müssen deutlich verbessert werden. Das betrifft die Arbeitszeitgestaltung, Maßnahmen zum Arbeitsschutz, berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten, Vereinbarkeit von Beruf und Familie etc.
  • Prämien für die Leistungen während der Corona-Krise müssen fair verteilt werden. Regelungen, bei denen einzelne Gruppen komplett leer ausgehen, wie es sich gerade bei großen Teilen des Krankenhauspersonal abzeichnet, wirken demotivierend und kontraproduktiv

Frauen in Notsituationen

Die Corona-Krise hat besonders Menschen hart getroffen, die vorher schon unter sehr schwierigen Bedingungen leben mussten. Das trifft gerade auch auf Frauen zu.

In einer repräsentativen Befragung von Forscherinnen der Technischen Universität München und des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung von Mai 2020 berichten 3,1% der befragten Frauen von körperlichen Auseinandersetzungen mit ihrem (Ehe-)Partner innerhalb des letzten Monats. In 6,5% der befragten Haushalte kam es zu körperlicher Bestrafung eines Kindes. Die Gefahr war bei Personen in häuslicher Quarantäne deutlich höher. Auch finanzielle Sorgen stellten einen besonderen Risikofaktor da. Hilfsangebote wurden überwiegend nicht in Anspruch genommen.[5]

Menschen, die von körperlicher und psychischer Gewalt im eigenen Zuhause betroffen sind, befinden sich in einer besonderen Notlage. Diese wird häufig durch Depressionen und andere psychische Probleme sowie die Angst vor drohender Wohnungslosigkeit verstärkt. Hier muss unsere Gesellschaft sensibler werden und rechtzeitig leicht zugängliche Hilfsangebote unterbreiten.

  • Wer von häuslicher Gewalt betroffen ist, muss schnell und unbürokratisch Zufluchtsmöglichkeiten haben. Deshalb müssen z. B. die Angebote von Frauenhäusern ausgebaut werden.
  • Wenn hier die Kapazitäten nicht ausreichen, müssen kurzfristig auch andere Unterbringungsmöglichkeiten, z. B. in Hotels oder Ferienwohnungen finanziert werden.
  • Beratungs- und Unterstützungsangebote für Opfer häuslicher Gewalt müssen erweitert werden. Das gilt insbesondere für Angebote, die im akuten Notfall auch online genutzt werden können.
  • Durch Öffentlichkeitsarbeit müssen noch mehr Menschen für das Thema sensibilisiert und ermutigt werden, Hilfe anzubieten.  
 

[1] Jutta Allmendinger: Die Frauen verlieren ihre Würde, ZEITOnline, Gastbeitrag vom 12. Mai 2020,  https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-05/familie-corona-krise-frauen-rollenverteilung-rueckentwicklung.

[2] Ebenda.

[3] Vgl. etwa Arbeitsmarktreport (Monatszahlen) der Agentur für Arbeit Berlin Nord, Juni 2020. 

[4] Josefine Koebe, Claire Samtleben, Annekatrin Schrenker und Aline Zucco: Systemrelevant, aber dennoch kaum anerkannt: Entlohnung unverzichtbarer Berufe in der Corona-Krise unterdurchschnittlich, DIW aktuell Nr. 48 vom 29. Juni 2020.

[5] Janina Steiner, Cara Ebert: Gewalt an Frauen und Kindern in Deutschland während COVID-19-bedingten Ausgangsbeschränkungen: Zusammenfassung der Ergebnisse, https://www.tum.de/nc/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36053/.

 

12.08.2020 in Wahlkreis von Tino Schopf

Einladung zum Kiezspaziergang "Alter Schlachthof"

 

Wenn Sie sich im Alten Schlachthof einmal umschauen, wird Ihnen sicherlich der Wasserturm sofort ins Auge springen. 1878 fertiggestellt, stellte er über ein Jahrhundert die Wasserversorgung des südlichen Zipfels des Prenzlauer Berges sicher. In den letzten Jahren diente er als Café zum Rasten und Entspannen. Und wenn Sie wissen wollen, was aktuell geplant ist, besuchen Sie meinen Kiezspaziergang am 15. August und lassen Sie uns exklusiv einen Blick von der Plattform auf Berlin genießen.

Ich freue mich!

 

 

11.08.2020 in Wahlkreis von Tino Schopf

Diskutieren Sie mit! 2. Ortstermin zur Werneuchener Wiese

 

Am 13. August lädt das Bezirksamt Pankow zu einem zweiten Ortstermin auf die Werneuchener Wiese ein. Ab 17.30 Uhr haben Sie die Gelegenheit, Ideen vor Ort zu diskutieren und Anregungen einzubringen, wie es mit der Neugestaltung der Grünanlage und insbesondere der Aufwertung des Lenné-Meyer-Ehrenmals weitergehen soll.

Im Mai dieses Jahres fand bereits eine erste Runde vor Ort zur Neugestaltung und Würdigung der Gartengestalter statt. Gemeinsam mit viele Anwohnerinnen, lokalen Akteuren und Engagierten war ich vor Ort. Erste Ideen wurden vom Fachamt des Bezirksamtes konkretisiert und abgestimmt. Nun liegt ein Entwurf vor, der durch das Bezirksamt vorgestellt werden wird.

Ich freue mich sehr, dass unsere Bemühungen um die Neugestaltung nun konkrete Gestalt annehmen. Denn mit der Unterstützung meiner Kollegen Dr. Clara West, Dennis Buchner, Torsten Hofer und Torsten Schneider ist es gelungen 400.000 EUR im aktuellen Haushalt für die Neugestaltung der Werneuchener Wiese einzustellen.

Kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit!

 

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