AK Film: Kurzkritik zum Dokumentarfilm "They Were Promised the Sea" von Kathy Wazana

Am 7. April sahen die Jusos Pankow im Rahmen ihres Arbeitskreises Film (AK Film) beim 7. Arabischen Filmfestival in Berlin den Film "They Were Promised the Sea". Der Dokumentarfilm der kanadischen Regisseurin und politischen Aktivistin Kathy Wazana behandelt die Geschichte der Jüdinnen und Juden in Marokko. Das Judentum in Marokko hat eine zweitausendjährige Geschichte und bis Anfang der 1960er Jahre lebten dort 200.000 bis 300.000 Menschen jüdischen Glaubens. Der Film schildert ein sehr harmonisches Zusammenleben der Judinnen und Juden, Araberinnen und Araber, Berberinnen und Berber sowie der europäischen Ausländerinnen und Ausländer in Marokko und zeigt die Einflüsse der jüdischen Kultur in Marokko. 

 
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, bei uns im Stadtteil
Kino Toni Michael Müller

Einen in jedem Falle positiv-emotionalen Besuch absolvierte unser Regierender Bürgermeister im Kino Toni am Antonplatz auf seiner „Füreinander-Tour“ am 4.April. Den ca. zweihundertfünfzig geladenen Gästen aus Kunst, Wirtschaft, Kultur, Kommunalpolitik, von Presse, aus Vereinen, Bürger- und Anwohnerinitiativen stellte Michael Müller seine geballte Sachkenntnis bis ins Detail zur Verfügung, und er meisterte selbst schwierigste Fragen. Das offene und vor allem immer sachliche Gespräch zwischen Bürger und Bürgermeister kennzeichnete den Abend, der ausnahmslos für alle teilnehmenden ein Gewinn war.

 
Mitgliederversammlung am 30.03.2016: Deutsch-polnische Beziehungen und Wahlerfolg der rechtspopulistischen Partei PiS
Nachdenken und diskutieren über die politischen Konsequenzen des Wahlsieges der PiS in der Kiezkantine.

Auf unserer Mitgliederversammlung haben wir uns mit dem Wahlerfolg der polnischen rechtspopulistischen Partei „Prawo i Sprawiedliwość - Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) bei den Parlamentswahlen 2015 beschäftigt, mögliche Konsequenzen für die deutsch-polnischen Beziehungen diskutiert und darüber nachgedacht, was wir aus dem Erfolg des Rechtspopulismus in Polen, aber auch in anderen europäischen Staaten, für unsere politische Arbeit ableiten können. Diskussionsgrundlage waren mehrere Texte (siehe unten), in denen das Ergebnis der Parlamentswahlen 2015, bei denen die PiS mehr als 37 Prozent der Stimmen gewann und heute die Alleinregierung stellt, kommentiert und die PiS politisch eingeordnet wurde.

 
Auf einen Kaffee in der JFE Pasteurstrasse

Am Dienstag besuchte ich die Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) in der Pasteurstr. 22 in Prenzlauer Berg. Träger der Einrichtung ist der Humanistische Verband Deutschlands (HVD). Die JFE ist Anlaufstelle für alle 10 bis 14 jährigen Bewohnerinnen und Bewohner des Bötzow- und aller umliegenden Kieze.   

Der Clubraum ist das Herz der Einrichtung und lädt mit einer langen Tischtafel und Tresen zum Quatschen, Chillen, Herumalbern und Musik hören ein. Weiterhin gibt es vier Gruppenräume und die große Terrasse. Im kleinen „Innenhof“ laden Hochbeete zu gemeinschaftlichem Anbau und Ernte von Gemüse, Kräutern oder Blumen ein.

Der Angebotsschwerpunkt der JFE liegt in der offenen Jugendarbeit und dabei vor allem auf kultureller und medialer Bildung, Bewegungsangeboten sowie der Schaffung von niedrigschwelligen Partizipationsmöglichkeiten. Das Haus ist zusätzlich für sozialraumorientierte, generationsübergreifende Veranstaltungen, Kurse und Projekte geöffnet.

Demnächst startet das Projekt "Heimat ist..." Hierbei steht die Frage "Was bedeutet Heimat für Dich?" im Fokus. Ein Idee ist z. B. dass sich Jugendliche und junge Flüchtlinge über verschiedene Formate z.B. Kochen, Musik, Theater kennenlernen und dadurch Berührungsängste abbauen.

Ich finde dieses Projekt unterstützenswert und werde in den Flüchtlingsunterkünften Winsstraße, Smetanastraße und Storkower Straße dafür werben.

 
Füreinander-Tour: Michael Müller in Pankow

Nächtlicher Lärmschutz an der Stettiner Bahn, ein schnellerer Straßenbau in Buch, neue Wohnungsbauprojekte z. B. in der Michelangelostraße - bei der Füreinander-Tour von Michael Müller am Montag, 4. April in Pankow kamen vor allem kommunale Themen zur Sprache. Viele Vertreterinnen und Vertreter von Bürgerinitiativen und Vereinen nutzten die Gelegenheit, unkompliziert mit dem Regierenden Bürgermeister ins Gespräch zu kommen.

Berlin verändert sich. Schon in seiner kurzen Einführung hatte Michael Müller auf das Wachstum der Stadt hingewiesen. "Wir gehen in Richtung der Vier-Millionen-Stadt", so Müller. Das könne man auch "nicht wegbeschließen". Und das sei allemal besser, als wenn jedes Jahr 40.000 Menschen wegziehen würden. Die Stadt brauche dringend Wohnungsbau, vor allem bezahlbaren. Da, wo es entsprechende Grundstücke gebe, müsse im Einzelfall miteinander verhandelt werden, was verkraftbar ist, ohne auf Spielplätze und Grünanlagen verzichten zu müssen. Michael Müller warb dafür, das Gespräch zu suchen und Kompromisse einzugehen.

Michael Müllers Motto "Füreinander" fand bei der Veranstaltung im Kino Toni in Weißensee viel Beifall. Der Regierende Bürgermeister sprach sich für eine solidarische und aktive Bürgergesellschaft aus. Sein Appell: Stellung beziehen, sich engagieren. Das sei in dieser Zeit notwendiger denn je. "Wir dürfen nicht einfach nur zugucken. Es geht um die Entscheidung: Sind wir eine weltoffene und tolerante Stadt oder eine abgrenzende und abschottende?" Hier müsse sich jeder einbringen.