Virtuelle Abteilungsversammlung – „die Wirtschaft“ zu Besuch in Niederschönhausen

In der Februar-Sitzung der Abteilung Niederschönhausen-Blankenfelde hatten wir Nils Busch-Petersen, den Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg e. V., zu Gast. In offener Runde hörten wir seinen Input über die Mitgliederstrukturen des Handelsverbandes, die Entwicklung der Berliner Wirtschaft und diskutierten die Perspektiven für die nächsten Monate.

 
Willkürliches Fällen von Bäumen und das Sterben der Pankower Bäume verhindern!

Der Nabu wirft dem Pankower Grünflächenamt „systematische Verstöße“ bei Baumfällungen vor und kritisiert zu Recht, dass in unserem Bezirk zu schnell und zu leichtfertig Bäume gefällt werden. Ohne ausreichende Begutachtung fallen Bäume, die Tieren Schutz bieten, für Menschen Erholungsorte sind und dazu beitragen, dass unser Bezirk so grün und naturverbunden ist, der Säge zum Opfer. Dass ausgerechnet ein grüner Stadtrat das willkürliche Fällen durch eine intransparente Informationspolitik forciert, ist kein Kavaliersdelikt und erfordert ein sofortiges Umdenken.

Dazu der Ausschussvorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses und Mitglied der SPD-Fraktion Pankow, Mike Szidat: " Wir fordern, dass endlich das Handbuch gute Pflege angewandt wird und das Grünflächenamt auf die Schutzzeiten und den  Artenschutz für Tiere achtet, vor einer Baumfällung müssen Alternativen zum Baumerhalt  ernsthaft geprüft werden. Viel zu oft und zu schnell wird auf das allgemeine Argument der Verkehrssicherungspflicht verwiesen, ohne dass dies nachprüfbar ist."

Es ist nicht länger hinzunehmen, dass so viele Bäume in unserem Bezirk gefällt werden, ohne dass eine richtige Begutachtung vorliegt. Pankow ist ein grüner Bezirk und soll es auch bleiben. Mit jedem Baum, den wir im Bezirk verlieren, verlieren wir ein Stück weiterer Lebensqualität.

 
Haltung der SPDqueer Pankow zur Veranstaltung der Grundwertekommission und des Kulturforums der SPD mit Sandra Kegel

Als Sozialdemokrat*innen stehen wir eigentlich immer auf der Seite der Benachteiligten und Ausgegrenzten in unserer Gesellschaft. Am vergangenen Donnerstagabend fand jedoch eine Veranstaltung der Grundwertekommission sowie Kulturforum der SPD statt, die uns entsetzt – sowohl wegen der Standpunkte, die dabei transportiert wurden, als auch wegen des Umgangs der Moderation mit queeren Menschen, die unter schlechten Bedingungen versucht haben, ihre Positionen zu vertreten. Als Referentin zu Gast war dabei Sandra Kegel der FAZ, die neulich einen Beitrag zur „Act Out“ veröffentlichte – eine Aktion von 185 queeren Schauspieler*innen, die sich gemeinsam geoutet haben und sich für einen Kulturwandel hin zu einem Ende der Diskriminierung und Ausgrenzung queerer Personen und Geschichten in der deutschen Kulturlandschaft einsetzen – in dem sie ihr Anliegen als unnötiges Meckern auf hohem Niveau abgetan hat. Kurz gesagt: haltet die Fresse, ihr werdet hier weder weggesperrt noch umgebracht, was wollt ihr eigentlich noch?

Auf der Veranstaltung vergangenen Donnerstag wurde diese These wieder präsentiert und auch aufgegriffen von der Moderation. Auch die rechte Parole, wie man sie aus Polen, Russland, und AfD-Kreisen kennt, dass Queer-Sein eine Ideologie sei, wurde aufgebracht und von der Moderation unangefochten durchgelassen. Anschließend hatten Bettina Hoppe und Heinrich Horwitz von der Aktion „Act Out“ sowie Johannes Kram, Herausgeber des Nollendorfblog, kurz Zeit, ihre Replik auf Kegels krude Thesen sowie ihre eigene Fragen an sie ins Raum zu stellen. Dabei wurde Horwitz mehrfach von Gesina Schwan misgendert und alle wurden massiv unter Zeitdruck gesetzt (sie hätten nur 3 Minuten Zeit, obwohl die Veranstaltung fast 2 Stunden umfasste). Auf ihre Fragen wurde nicht eingegangen. Als Kram versucht hatte, Kegel zu widersprechen (während sie versucht hatte, sich als wahres Opfer der Veranstaltung aufzustellen), wurde er einfach aus die Schalte rausgeworfen. Ähnliches passierte, als unser Co-Landesvorsitzender Alfonso Pantisano zu Wort gekommen ist – er wurde als hysterisch und aggressiv abgetan. Das sind queerfeindliche, und ja, auch rassistische Schlagwörter, die dabei von Kegel und Co-Moderator Jörg Bong gefallen sind. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Kommentaren von ihm, Horwitz, Hoppe und Krams fand nicht statt. Stattdessen war von einer vermeintlichen Cancel-Culture die Rede – dabei nahm die Moderation eher Kegel in Schutz, statt sich mit dem eigenen Genossen und der queeren Community zu solidarisieren.
Entsprechend gravierend fiel die Kritik seitens der queeren Community, Medien, sowie LSVD aus. Eine Pressemitteilung des Bundesvorstands der SPDqueer, die am Sonnabend veröffentlich wurde, hat der Sache nicht geholfen: sie diente eher als Widerspruch zur Pressemitteilung und Kritik des LSVD. Wenn sie als eine Art Schadensbegrenzung für die SPD dienen sollte, ist sie fehlgeleitet.
Aus unserer Sicht als Vorstand der SPDqueer Pankow gilt es doch hierbei sich klar mit den Schauspieler*innen und der queeren Community zu solidarisieren, und Fehler und Unrecht klar zu benennen. Das sollte in unserer Partei doch selbstverständlich sein – eine Entschuldigung an die Beteiligten und die queere Community und ein Zugeständnis, dass eine SPD-Veranstaltung nie zu einer Bühne für solche Thesen werden dürfte, sind das Einzige, was wir von unseren Genoss*innen an dieser Stelle erwarten.
 
Heute ist internationaler Tag der Sozialen Gerechtigkeit






Schon gewusst? Heute ist Internationaler Tag der Sozialen Gerechtigkeit.

 

Für uns bedeutet soziale Gerechtigkeit, neben den "großen Fragen" der Einkommens- und Vermögensverteilung, den Menschen in unseren Kiezen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Hierzu zählen frei zugängliche und sichere Spiel-und Sportplätze, saubere Parks und ein verlässlicher ÖPNV für alle Einwohner:innen und Gäste.

 

Auch dass alle Kinder in der Kita und den Schulen gleiche Bildungs- und damit Zukunftschancen haben, ist eine Triebfeder unserer Politik. Und unter der aktuellen Situation mit vielen geschlossenen Einrichtungen leiden gerade die materiell schwachen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen am stärksten.

 


Deshalb ist für uns klar: Soziale Gerechtigkeit beginnt vor Ort!





 
Grüne Verkehrspolitik am Stadtrand: Wie innovativer Nahverkehr ausgebremst wird

Blankenburg, ein Dorf im Norden Pankows, rund 6000 Menschen leben dort, ein S-Bahnhof ganz im Westen des Ortsteils verbindet es in nur etwa zwanzig Minuten mit der Berliner Stadtmitte. Aber: Für viele Blankenburger liegt dieser S-Bahnhof mehr als vier Kilometer entfernt. Selbst der Bus auf der Hauptstraße ist für viele erst mit einem Kilometer und mehr Fußweg erreichbar.

Deswegen setzen sich viele Menschen dort seit Jahren für einen "Kiezbus" ein, der vor allem älteren und weniger mobilen Menschen die Möglichkeit gibt, den öffentlichen Nahverkehr oder die Nahversorgung am Dorfanger zu erreichen. Nach jahrelanger Diskussion schien vor knapp zwei Jahren ein Durchbruch erreicht, als die Bezirksverordnetenversammlung Pankow mit der rot-rot-grünen Mehrheit die Mittel für einen Probebetrieb in der Investitionsplanung bereitstellte.