Pressemitteilung: SPD wirkt sichtbar im Kiez: Herthaplatz erscheint im neuen Glanz

Gestern wurde der zentrale Platz im Herzen von Niederschönhausen feierlich wiedereröffnet. Ein sichtbarer Gewinn an Lebens- und Aufenthaltsqualität für den ganzen Kiez und ein Resultat echter SPD-Politik im Kiez.

Als Fraktion freuen wir uns, dass dieses Beispiel zeigt, wie eindrucksvoll, das Land Berlin und Bezirk Hand in Hand wirken können und, dass es schnell gehen kann. Mit finanzieller Unterstützung aus dem Landes-„Plätzeprogramm" und in enger Abstimmung mit der Nachbarschaft wurde der Herthaplatz umfassend saniert und nach nur wenigen Monaten Bauzeit neugestaltet.

Ausgangspunkt war der BVV-Antrag IX-0274 „Herthaplatz in neuem Glanz" der SPD-Fraktion aus dem Jahr 2022. Darin gefordert: eine klimaangepasste Umgestaltung, barrierefreie Wege, mehr Sitzgelegenheiten, neue Freizeitangebote und eine aktive Beteiligung der Anwohnenden. All das ist nun umgesetzt.

Kurz & knackig – das wurde am Herthaplatz umgesetzt:

  • Grün & Klima: Der Altbaumbestand wurde erhalten, ergänzt um zehn klimaresiliente Baumarten. Rosen, Stauden und eine Bienenwiese sorgen für Biodiversität. Mittelpunkt des Platzes ist eine neue Magnolie mit Rundbank.
  • Barrierefreiheit & Wege: Die Wegeflächen wurden erneuert und barrierefreie Zugänge geschaffen.
  • Aufenthalt & Begegnung: Neue Sitzgruppen, Freiraummöbel und schattige Aufenthaltsbereiche laden zum Verweilen ein.
  • Bewegung & Freizeit: Zwei Tischtennisplatten, ein Bouleplatz und eine Schwengelpumpe bieten Raum für Spiel und Bewegung.
  • Nachbarschaft & Mitgestaltung: Ideen der Anwohnenden flossen über ein mehrstufiges Werkstattverfahren in die Planung ein.

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, dieses Projekt zu realisieren, und bin begeistert, dass wir das in nicht mal ganz vier Jahren hinbekommen haben", sagt Katja Ahrens, Mitglied der SPD-Fraktion Pankow. „Der Herthaplatz ist ein zentraler Begegnungsort in Niederschönhausen. Besonders stolz bin ich darauf, dass es gelungen ist, auch das ehrenamtliche Engagement der Anwohnenden zu integrieren und Flächen für gemeinschaftliches Gärtnern vorzusehen."

Ein letzter Baustein steht noch aus: die Erneuerung des Spielplatzes. Die Bauplanungsunterlage liegt bereits vor, ebenso inklusive Entwürfe für neue Spielgeräte wie Doppelschaukel, Trampoline, Karussell und Spielturm. Die Finanzierung steht jedoch noch aus. Hier bleiben wir als SPD-Fraktion dran und hoffen auch hier auf Unterstützung aus Land und Bezirk. Aber heute schon ist der neue Herthaplatz ein Gewinn für ganz Niederschönhausen.

"Das Stadtplätzeprogramm aus dem der Herthaplatz finanziert wurde, ist den Einsparungen zum Ofer gefallen. Für Pankow hatten wir hier auch die Umgestaltung des Hugenottenplatzes eingeplant. Dieses Projekt ruht nun leider, aber wir werden uns als SPD weiter dafür stark machen, dass auch das Umgesetzt wird!", so Katja Ahrens.

 
Kiezspaziergänge gehen in die Verlängerung: Besuch im Müllheizkraftwerk Ruhleben

Gute Nachrichten für alle die auch im Herbst gern unterwegs sind: Als besonderes Highlight steht am 28. Oktober um 10 Uhr ein exklusiver Besuch im Müllheizkraftwerk Ruhleben auf meinem Programm. Interessierte erhalten bei diesem Bonus-Termin spannende Einblicke in die Technik und Abläufe der modernen Abfallverwertung. Wie wird unser Müll verwertet? Was bedeutet energetische Nutzung? Und wie funktioniert eigentlich so ein Heizkraftwerk?

Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich (tino.schopf@spd.parlament-berlin.de oder 030 - 92 15 25 26). Es gibt nur 20 Plätze und es gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!
(Foto: BSR)

 
Dennis Buchner: Günter Grass – Ein Vermächtnis für Lübeck, Berlin und die Gesellschaft

Am 16. Oktober 2025 wäre Günter Grass 98 Jahre alt geworden.

Der Schriftsteller, Nobelpreisträger, Maler und Bildhauer, der in Lübeck seine letzten Jahre verbrachte und 2015 dort verstarb, hat die deutsche Nachkriegsliteratur entscheidend geprägt. Sein Werk, allen voran Die Blechtrommel, steht für kritisches Denken, Erinnerungskultur und die Auseinandersetzung mit Geschichte – Werte, die für die Demokratie und das gesellschaftliche Miteinander unverzichtbar sind.

Grass’ künstlerisches Schaffen ging weit über die Literatur hinaus: Als Maler, Bildhauer und Tänzer hinterließ er ein vielfältiges Erbe, das im Günter Grass-Haus in Lübeck lebendig gehalten wird. Seine Kunst ist Ausdruck von Freiheit, Verantwortung und der tiefen Verbundenheit mit seiner Heimatstadt.

Sein Werk inspiriert noch heute Menschen in Lübeck, Berlin und darüber hinaus, sich für eine offene, demokratische und solidarische Gesellschaft einzusetzen. Zu seinem 98. Geburtstag erinnern Ausstellungen, Lesungen und Veranstaltungen daran, dass Günter Grass nicht nur ein herausragender Künstler, sondern auch ein Mahner und Wegbereiter für gesellschaftliches Engagement war. Sein literarisches und künstlerisches Erbe bleibt lebendig, aktuell und inspiriert auch heute noch zu kritischem Denken und politischem Engagement.

 
Dennis Buchner: 1865: Deutschlands erster Frauenverein legt Grundstein für Gleichberechtigung

Am 16. Oktober 1865 wurde in Deutschland ein Meilenstein für Frauenrechte gesetzt: Louise Otto-Peters und Auguste Schmidt gründeten den Allgemeinen Deutschen Frauenverein (ADF). Die dreitägige Gründungsveranstaltung war die erste Frauenkonferenz des Landes und definierte das Ziel: gleiche Bildungschancen, Zugang zu Erwerbstätigkeit und langfristig politische Teilhabe für Frauen.

Louise Otto-Peters, Vorsitzende des Vereins, engagierte sich lebenslang für demokratische Mitbestimmung von Frauen und für die Organisation der Arbeiterinnenbewegung. Mitbegründerin Henriette Goldschmidt setzte sich besonders für Bildung ein und ermutigte Frauen, ihre Fähigkeiten aktiv einzubringen.

Der ADF war die erste überregionale Frauenrechtsbewegung Deutschlands. Mit dem Frauenwahlrecht 1919 rückte politische Mitbestimmung in den Vordergrund, 1928 wurde der Verein in Deutscher Staatsbürgerinnenverband umbenannt. 1933 musste die Organisation unter dem nationalsozialistischen Regime aufgelöst werden.

Engagement und Mut von Einzelnen können gesellschaftliche Veränderungen über Generationen hinweg anstoßen. Die Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins bleibt ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Engagement und Zusammenhalt gesellschaftliche Veränderung möglich machen – ein Erbe, das bis heute wirkt.

 
Demokratie? - Die erste Volkskammerwahl in der DDR 1950 – ein verspäteter Start für ein neues Parlaments

Am 7. Oktober 1949 wurde die Deutsche Demokratische Republik offiziell gegründet. Doch obwohl die DDR damit ein eigenes Parlament, die Volkskammer, benötigte, blieb dieses zunächst nur provisorisch: Die Abgeordneten stammten aus dem Volksrat, einer Art Übergangsgremium, und hatten keine direkte Legitimation durch die Bevölkerung. Erst über ein Jahr später, am 15. Oktober 1950, fanden die ersten Wahlen zur Volkskammer statt – ein deutlicher Hinweis auf die Diskrepanz zwischen Staatsgründung und demokratischer Legitimation.

Bereits im Vorfeld war klar, dass die Wahlen alles andere als frei und pluralistisch sein würden. Die SED hatte die Kandidaten in einer sogenannten „Einheitsliste“ zusammengestellt, auf der alle Abgeordneten festgeschrieben waren. Die Wahl war damit formal eine Abstimmung, tatsächlich jedoch ein Instrument der SED zur Festigung ihrer Kontrolle über das Parlament und die Landes- sowie Kommunalvertretungen.

Die zeitliche Verzögerung zwischen Gründung der DDR und der ersten Volkskammerwahl zeigt deutlich, dass die politische Macht von Beginn an zentralisiert und nicht vom Volk unmittelbar legitimiert wurde. Aus meiner Sicht als Sozialdemokrat bleibt dies ein mahnendes Beispiel dafür, wie wichtig echte, freie Wahlen für eine demokratische Gesellschaft sind. Ein Parlament, das seine Legitimation erst mehr als ein Jahr nach der Staatsgründung erhält, kann nur schwer als Ausdruck des Volkswillens verstanden werden.

Die Wahl von 1950 markierte also nicht nur den offiziellen Start der Volkskammer, sondern auch den Beginn eines Systems, in dem politische Mitbestimmung stark eingeschränkt war – ein entscheidender Unterschied zu den demokratischen Grundprinzipien, für die wir als SPD immer eintreten.

 

Nächste Termine

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