Sandra Scheeres: Kinder fördern, Familien entlasten

Veröffentlicht am 09.06.2020 in Bildung
Copyright: SenBJF/Reto Klar

Die Berliner Schulen und Kitas kehren in den Regelbetrieb zurück. Der Berliner Senat hat am heutigen Dienstag ein umfassendes Konzept beschlossen, wie die vollständige Wiedereröffnung der Bildungseinrichtungen in Berlin erfolgen soll. Die deutliche Abschwächung des Infektionsgeschehens ermöglicht es uns, die Kinder wieder vor Ort in den Einrichtungen zu betreuen und zu fördern. Die letzten Wochen und Monate haben viele Eltern und ihre Kinder vor große Herausforderungen gestellt. Kinderbetreuung, Begleitung des Lernens von zu Hause, Arbeit im Homeoffice und den Familienalltag unter einen Hut zu bekommen, war für alle Familien ein Kraftakt. Für den großen Einsatz der Eltern möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Mit der zügigen Rückkehr zum Regelbetrieb leisten wir nun einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung der Familien.

Im Kitabereich sind schon jetzt knapp 75 Prozent aller Kita-Kinder anspruchsberechtigt für die Betreuung vor Ort. Derzeit können bereits alle Kita-Kinder im Alter über 4 Jahren (geboren vor dem 09.06.2016) und ihre Geschwisterkinder, Kinder mit Sprachförderbedarf, Kinder aus sozial benachteiligten Lagen sowie die Kinder von Alleinerziehenden und von Elternteilen in systemrelevanten Berufen die Kitas besuchen. Zwischen 15. und 22.06.2020 soll nun auch allen anderen Kita-Kindern die Rückkehr in die Einrichtungen ermöglicht werden. Spätestens ab dem 22.06.2020 erhalten alle Kinder eine Betreuung, die dem Umfang des individuellen Betreuungsgutscheins entspricht. Dies umfasst auch die Bereitstellung von Früh- und Spätdiensten im Rahmen der angebotenen Öffnungszeiten.

An den Berliner Schulen wird der Unterricht zum neuen Schuljahr 2020/21 wieder regulär nach der Stundentafel aufgenommen. Auch der Hort, der Ganztag, der Förder- und Teilungsunterricht sowie alle weiteren verbindlichen schulischen Angebote und Veranstaltungen stehen wieder zur Verfügung. Angebote, an denen die Schülerinnen und Schüler freiwillig teilnehmen, wie zum Beispiel Arbeitsgemeinschaften, können von der Schule im Rahmen der personellen und schulorganisatorischen Voraussetzungen ebenfalls wieder angeboten werden. Bereits in den Sommerferien wird die reguläre Ferienbetreuung im Rahmen der ergänzenden Förderung und Betreuung angeboten. An der Ferienbetreuung können alle Kinder mit einem entsprechenden Bedarfsbescheid teilnehmen. Auch Eltern mit Anspruch auf die Notbetreuung können einen entsprechenden Antrag stellen.

Wichtig ist uns, dass kein Kind einen bleibenden Nachteil aus der Corona-bedingten Schulschließung erfährt. Die Schulen sind dazu aufgefordert, im kommenden Schuljahr die Lernrückstände bei den Schülerinnen und Schülern zu evaluieren und durch gezielte Förderangebote an den Schulen auszuräumen. Von Seiten des Senates konnten mit den Programmen „LernBrücken“ und „Sommerschulen“ zusätzliche Angebote geschaffen werden, um Lernrückstände aufzuholen. Außerdem konnten bereits 9.500 mobile Endgeräte für Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Lagen an den Schulen verteilt werden, um eine Teilnahme am Online-Unterricht zu ermöglichen. Weitere Geräte für die digitale Ausstattung von noch mehr Kindern sollen im neuen Schuljahr bereitgestellt werden.

Selbstverständlich werden in den Kitas und Schulen auch vielfältige Hygienemaßnahmen ergriffen, um weiterhin einen wirksamen Infektionsschutz zu gewährleisten. Die Einrichtungen erhalten hierzu umfassende Hinweise aus der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Der Hygieneplan für Schulen wird überarbeitet, hier entfällt der derzeit geltende Mindestabstand von 1,5 Metern.

Der Berliner Senat hat zudem eine umfassende Teststrategie aufgelegt, mit der die Häufigkeit und Ausbreitung des Coronavirus in Bildungseinrichtungen sowie die (sich verändernde) Infektionshäufigkeit in diesen untersucht werden soll. Derzeit laufen bereits in ausgewählten Einrichtungen erste breit angelegte Testungen (Screening). Zudem arbeiten wir daran, allen pädagogischen und nichtpädagogischen Fachkräften in den Schulen und Kitas die Möglichkeit zu bieten, sich beim Auftreten möglicher Corona-bedingter Symptome oder nach Kontakt mit einer unter dem Verdacht einer Covid19-Erkrankung stehenden Person testen zu lassen. Die Gesundheit des Personals, der Kinder und ihrer Familien hat für uns oberste Priorität.

Ich bedanke mich bei allen Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern, dem pädagogischen und dem nicht-pädagogischen Personal in Kitas und Schulen sowie allen anderen Personen, die in dieser schwierigen Zeit dazu beitragen, den Unterricht und die Kinderbetreuung abzusichern. Sicherlich wird es am Anfang an der einen oder anderen Stelle noch ein wenig ruckeln bevor wir in den gewohnten Regelbetrieb zurückkehren können.

 
 

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