Das Bezirksamt Pankow verschleppt die historisch-kritische Kommentierung des Thälmann-Denkmals

Veröffentlicht am 01.09.2021 in Pressemitteilung

Unter dem Kulturstadtrat Sören Benn (Die Linke) wird seit Jahren, die von der BVV Pankow mehrfach beschlossene historisch-kritische Kommentierung des Thälmann-Denkmals verschleppt. Die SPD-Fraktion fordert daher auf der heutigen Tagung der BVV das Bezirksamt bereits zum dritten Mal auf, die historische Kommentierung des Thälmann-Denkmals gemäß den einstimmigen Beschlüssen der BVV Pankow umzusetzen.

Mit der einstimmig beschlossenen Drucksache Vll-0517 „Kommentierung des Thälmann-Denkmals“ brachte die BVV Pankow am 11.12.2013 ihren Willen zum Ausdruck das Ernst-Thälmann-Denkmal als Teil der Stadtgeschichte und des Stadtbildes zu erhalten, das Denkmal selbst allerdings nicht unkommentiert im öffentlichen Raum stehen zu lassen. Der Fokus des BVV-Beschlusses lag von Anfang an auf der historisch-kritischen Auseinandersetzung mit der Person Ernst Thälmanns und dessen symbolischer Bedeutung für die DDR. Dabei soll die Person Ernst Thälmann und sein politisches Handeln sowie dessen Instrumentalisierung in der DDR in seiner vollen Komplexität erläutert und insbesondere die verschiedenen Sichtweisen auf Thälmann beleuchtet werden.

Mit der Aufgabe eine Kommentierung inhaltlich zu erstellen, sollte laut BVV-Beschluss eine historische Kommission beauftragt werden. Diese wurde zwar vom Bezirksamt einberufen, ihre eigentliche Aufgabe laut Beschluss und die Beschlüsse selbst wurden der Kommission allerdings nicht durch das Bezirksamt mitgeteilt.

Für einige Pankower:innen ist Ernst Thälmann ein Vorbild und Antifaschist, für andere Pankower:innen ist er ein Stalinist und Antidemokrat sowie ein Symbol eines diktatorischen Staatsapparates, wiederum anderen ist er völlig unbekannt. Als SPD-Fraktion setzen wir uns dafür ein, dass die Geschichte des Denkmals, die Teil der Geschichte Pankows und deutscher Geschichte ist für jetzige und kommende Generationen in seiner vollen Komplexität dargestellt wird. Als Sozialdemokrat:innen sind wir das all jenen Menschen schuldig, die in ihrem Streben nach Demokratie und Freiheit bedroht, verfolgt oder getötet wurden.

 
 

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