„Whatever it takes!“ - Uneingeschränkte Solidarität mit unseren europäischen Partnern

Veröffentlicht am 08.05.2020 in Abteilung

Heute vor 75 Jahren endete der 2. Weltkrieg in Europa. Als eine Lehre aus den vielen Millionen Opfern eines verbrecherischen Nationalismus begann die europäische Aussöhnung und Einigung. Nie wieder sollte es Krieg in Europa geben, nie wieder sollte Egoismus vor Solidarität stehen.
 

Der Lohn dieses schweren, gerade für die Opfer des Nationalsozialismus alles andere als selbstverständlichen Prozesses sind Jahrzehnte voller Frieden und Wohlstand gewesen. Reisefreiheit innerhalb der EU ist eine Selbstverständlichkeit geworden.

Umso mehr schmerzt es zu sehen, wie schnell diese Errungenschaften aufs Spiel gesetzt werden angesichts der Bedrohung aller Völker durch das Corona-Virus. Es wurden Grenzen geschlossen, medizinische Kapazitäten gehortet und die Ausfuhr von Hilfsmaterialien unterbunden. Gerade Deutschland als eines der reichsten Länder der EU mit einem der besten Gesundheitssysteme durfte nicht das besonders schwer getroffene Italien im Stich lassen, als dessen Not am größten war.

Als unsere amerikanischen Partner bedroht waren, nach den Anschlägen des 11. September 2001, war es der sozialdemokratische Bundeskanzler Gerhard Schröder, der ihnen völlig zurecht unsere uneingeschränkte Solidarität zusagte. 2012 war es die Zusage des EZB-Präsidenten Mario Draghi, den Euro zu verteidigen „whatever it takes“, die die Spekulanten gegen unsere gemeinsame Währung bändigte.

Ein solcher Moment fehlt derzeit. Kleinteilig und kleingeistig wird um technische Details gemeinsamer Hilfsprogramme gerungen, anstatt klar und deutlich zu bekennen:

Wir sind ein Kontinent mit einer gemeinsamen Vision! Eine Zukunft haben wir nur gemeinsam! Wir stehen zusammen: „Whatever it takes“, in uneingeschränkter Solidarität!

Es besteht die Gefahr, dass wir sonst das Europa verlieren, das nach 1945 aufgebaut wurde.

 
 

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