Von objektiver und relativer Armut – was können wir tun?

Veröffentlicht am 18.07.2018 in Abteilung

Und wie können wir uns als SPD-Abteilung konkret einbringen? Um diese und ähnliche Fragen haben wir uns am 23. Juni im Rahmen der monatlichen Abteilungssitzung auseinandergesetzt. Ganz im Sinne von #spderneuern gestaltete sich die Sitzung um einiges interaktiver als sonst. Ob Gruppenarbeit, Poster Gestaltung oder „Silent Discussion“ – methodisch wurde einiges aufgefahren, um gemeinsam das Thema Armut und gesellschaftliche Teilhabe anzugehen. Besonders war außerdem der zeitliche Rahmen: Um auch Berufstätigen sowie Erziehenden öfter die Möglichkeit zu geben, aktiver mitzuarbeiten, fand dieses Treffen nicht – wie üblich – am Mittwochabend, sondern an einem Samstagmorgen um 10:30 in der Bötzowstraße statt.

Nach einer kurzen Begrüßung seitens der Abteilungsvorsitzenden, Camilla Bertheau, führte unser stellvertrende Vorsitzender Olli uns in die theoretische Diskussion um das Thema Armut ein. Wir lernen, dass Armut verschiedene Formen annehmen kann, die sich entlang objektiver sowie subjektiver Erfahrungen definieren.  Befindet sich eine Person beispielsweise in einer wirtschaftlichen Situation, in dieser sie nicht aus eigener Kraft einen angemessenen Lebensunterhalt bestreiten kann, wird in der Literatur von „objektiver Armut“ gesprochen. Für die „subjektive Armut“ zählt jedoch, wie die Person selbst ihre materielle Lage empfindet. Wichtig sei der relative Vergleich zu Mitmenschen in der unmittelbaren Umgebung und wie sich die objektive materielle Armut im Vergleich zu Anderen im Alltag äußert: An welchen Stellen kriege ich mit, dass ich weniger besitze als meine Mitmenschen? Kann mein Kind mit auf die Klassenfahrt fahren? Kann ich mir den nächsten Kinobesuch mit meinem Freundeskreis finanziell leisten? Wir lernen also, dass Armut eng mit gesellschaftlicher Teilhabe verknüpft ist und schlussfolgern, dass hier Politik anknüpfen sollte.

Um die ersten Erkenntnisse auf konkrete Bereiche auszuweiten, beschäftigen wir uns in Rahmen von Gruppendiskussionen mit zwei Schwerpunkten: Kinder- und Altersarmut. Die Rund 12 Teilnehmenden entscheiden sich für ihr jeweiliges Herzensthema und setzen sich – gewappnet mit Filzstift und Marker - an das kreative Brainstorming auf zwei Poster. In einem ersten Schritt diskutieren wir die jeweiligen Stellen im SPD-Wahlprogramm und dem Koalitionsvertrag und bereits hier ergeben sich erste Fragen: Kommt der im Koalitionsvertrag vereinbarte Kinderzuschlag für Alleinerziehende und kinderreiche Familien überhaupt an? Wie werden familienfördernde Instrumente mit anderen Sozialleistungen verrechnet? Besonders beliebt ist die Idee der Kindergrundsicherung, welche durch Bürokratieabbau und Vereinheitlichung von Instrumenten den Zugang zu staatlichen Geldern vereinfachen soll. Auch alleinerziehenden Genossinnen und Genossen sind Teil der Gruppe und teilen mutig ihre problematische Erfahrung mit der Beantragung von staatlichen Unterstützungsmaßnahmen.

Am Ende der anregenden Diskussionen sind sowohl Ideen als auch viele Fragen auf den zwei Themenpostern festgehalten. Die Gruppe beschließt, eine AG zum Thema Kinderarmut zu bilden,mit dem Ziel, gemeinsam nach einer intensiveren Recherche einen Antrag für die nächste Kreisdelegiertenversammlung vorzubereiten. 

 
 

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