via SPDqueer Berlin: Rassismus in der Community konsequent bekämpfen

Veröffentlicht am 11.06.2020 in Schwule und Lesben

Das lässt uns seit Tagen nicht mehr in Ruhe: Wir beklagen den Mord an George Floyd. Wir beklagen die Gewalt gegen schwarze Menschen, gegen People of Colour. Wir beklagen den alltäglichen und systemischen Rassismus. Wer jedoch über Rassismus spricht und gleichzeitig ausschließlich an die Vereinigten Staaten von Amerika denkt, verschließt die Augen vor der Realität. Rassismus ist kein ausschließlich amerikanisches Problem - es ist ein weltweites Problem. Wir müssen uns hier ehrlich machen: Deutschland hat ein Problem mit Rassismus. Und Berlin auch.

Wir als queere Community müssen uns eingestehen, dass auch wir unseren erheblichen Teil dazu beitragen, dass People of Colour unter uns nicht immer akzeptiert und oft ausgegrenzt werden. Dass gerade wir, die eine lange Geschichte der Diskriminierung und Gewalt gegen unsere Community erzählen können, bei anderen Menschen ihre alte Narben aufreissen und ihnen immer wieder neue verpassen, ist ein Thema, mit dem wir uns jetzt auseinandersetzen müssen. Das dürfen wir nicht mehr vor uns herschieben.

Und auch als Partei müssen wir uns diesem Thema stellen - wie offen und vielfältig sind wir wirklich? Wie leicht machen wir es People of Colour sich z.B. auch in der Arbeitsgemeinschaft SPDqueer willkommen zu fühlen und sich zu engagieren? Wie sehr sind wir bereit an unsere bisher hauptsächlich rein weißen Tischen andere gleichberechtigt Platz nehmen zu lassen? Wie sehr sind wir bereit für die Sichtbarkeit, für die Inklusion von People of Colour einzustehen und ihnen all unsere Solidarität anzubieten? Diese Fragen müssen wir ehrlich beantworten.

Rassismus ist ein großes Übel. Und wenn wir dabei sind, dann müssen wir uns als SPDqueer Berlin auch mit dem antimuslimischen Rassismus in unseren eigenen Reihen auseinandersetzen. Die in den letzten Jahren durch Migrant*innen und People of Colour wichtigen und hart erkämpften Errungenschaften dürfen durch eine sozialdemokratische Hand, dürfen durch eine regenbogenfarbene Feder niemals durchgestrichen werden.

Der Regenbogen ist das Herz unserer Bewegung, unserer Community. Und dennoch werden wir während in den kommenden Wochen diese Fahne hervorheben, die zusätzlich zu den uns bekannten sechs Streifen, auch Braun und Schwarz zeigt. Das tun wir aus Respekt und Solidarität, um dringend auf die Situation von People of Color hinzuweisen - und um uns zu ermahnen, uns endlich mit unserem systemischen und alltäglichen Rassismus auseinanderzusetzen.

Text- und Bildquelle: SPDqueer Berlin

 
 

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