Verkehrspolitischer Dialog

Veröffentlicht am 20.02.2020 in Verkehr

Gestern Abend lud die SPD-Fraktion zum Verkehrspolitischen Dialog ins Berliner Abgeordnetenhaus ein. Es diskutierten Roland Stimpel von Fuss e.V., Gerlinde Bendzuck, Vorsitzende Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin, Harald Voss Vertreter für Verkehr im Landeselternausschuss und ich unter dem Motto „Ob Groß, ob Klein: Mobil sein fängt beim Gehen an!“. Für uns beginnt die Mobilität des Menschen beim Zufußgehen. Auf den Fuß- und Gehwegen unserer Stadt begegnen sich Menschen jeden Alters, Menschen auf dem Weg zur Arbeit, Familien mit Kinderwagen, Seniorinnen und Senioren mit und ohne Gehhilfen und sogar Kinder mit dem Rad auf dem Weg zur Schule. All diese Menschen, unabhängig von Alter oder möglichen Einschränkungen, haben ein Anrecht auf gesellschaftliche Teilhabe.

Um diese Teilhabe aktiv leben zu können, müssen alle Berlinerinnen und Berliner die gleiche Möglichkeit haben, sich innerhalb der Stadt fortzubewegen und mobil zu sein, weshalb wir dem Fußverkehr ein extra Kapitel im Mobilitätsgesetz gewidmet haben. Für die SPD-Fraktion habe ich deutlich gemacht, dass wir es schaffen müssen, das Queren in einem Zug und geringere Wartezeiten an Ampeln zu ermöglichen. Darüber hinaus wollen wir die Schaffung von Räumen in der Stadt, in denen der Autoverkehr keine oder nur noch eine nachgeordnete Rolle spielt, vorantreiben; einhergehend mit der Vermeidung von Durchgangsverkehren in Nebenstraßen. Bessere Sitzgelegenheiten im Sinne von mehr Bänken und Erholungsmöglichkeiten spielen ebenso eine Rolle wie Öffentliche Plätze als Orte der Begegnung, der Erholung und des Verweilens. Diese wollen deutlich aufwerten. Ein weiterer Punkt unserer Forderungen ist die stärkere Trennung von Fuß- und Radverkehr, um Nutzungskonflikte zu entschärfen, wie sie bspw. an Haltestellen zwischen Wartenden und Radfahrern vorkommt. Die Bürgerbeteiligung steht darüber hinaus im Fokus: Wir wollen Gremien für Fußverkehr auf Landes- und Bezirksebene schaffen, die bei Planungen und Entscheidungen eingebunden werden und eigene Vorschläge und Anregungen unterbreiten können. Dies alles soll bereits bei den Kleinsten beginnen. Kinderfreundlichen Fußverkehr wollen wir ebenso fördern wie die Einrichtung von Gremien für Mobilität an allen Schulen.

Es war schön, zu sehen, dass die Veranstaltung so zahlreich besucht war. Dieses Interesse bestärkt uns, die Konzepte für die „Mobilität der Zukunft“ weiter voranzutreiben.

Das "Erste Gesetz zur Änderung des Berliner Mobilitätsgesetzes" ist hier zu finden.

 
 

Homepage Tino Schopf

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