“Il futuro ha radici antiche”: „Die Zukunft hat alte Wurzeln“

Veröffentlicht am 17.10.2019 in Europa

Der Gedenkort in Sant’Anna di Stazzema

Am 12. August 1944 stiegen deutsche Soldaten der Waffen-SS und italienische Faschisten die Berge in der Toskana hinauf, um die Bewohner des Dorfes Sant’Anna di Stazzema zu ermorden. Es wurden 560 Menschen an diesem Tag ermordet, vor allem Frauen, Kinder, alte Menschen, ganze Familien. An diese Ereignisse erinnerten vom 27. bis 29. September gemeinsam Sozialdemokraten aus dem Prenzlauer Berg und der Toskana. "Böse Menschen gab es auf allen Seiten, gute auch." erinnerte sich eine Überlebende versöhnlich, als sie davon erzählte, wie sie an dem Morgen im August durch eine Tür hinein gezerrt wurde, weg vom Erschiessungskommanda. 

Der Gedenkort in den Bergen wurde gemeinsam besucht und ein Kranz zur Erinnerung an die Toten niedergelegt. Anwesend waren unter anderem Luca Milani, der Präsident des italenischen Abgeordnetenhauses, der Abgeordnete Umberto Buratti und den Bürgermeister von Stazzema, Maurizio Verona. Mitglieder der Delegation aus dem Prenzlauer Berg waren u.a. Clara West, stv. Fraktionsvorsitzende der SPD im Abgeordnetenhaus, Annette Unger (Bezirksverordnete in Pankow) und Martin Müller als Vorsitzender der SPD Helmholzplatz.

In den Diskussionen ging es dann nicht nur um die Vergangenheit, sondern auch um die Zukunft. Gerade in einer Gegenwart, in der Faschisten und Rassisten wieder sich erlauben, ihre Parolen in die Welt zu tragen, ist es umso wichtiger, klar gegenzuhalten. Das Ergebnis war ein gemeinsames Papier mit einem Rückblick auf die Vergangenheit und Maßnahmen gegen die Faschisten von heute. Dort heißt es unter anderem:

„Als italienische und deutsche demokratische Sozialisten und Sozialdemokraten wissen wir uns verbunden durch unsere gemeinsamen Grundwerte Freiheit, Gleichheit und Solidarität. Wir schöpfen unsere Kraft und unseren Glauben an eine gute Zukunft aus der Erinnerung an die Opfer und an jene, die tapfer widerstanden haben. Unsere Herzen sind bei ihnen. Die Vergangenheit mahnt. Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg.“

Die vollständige Resolution können Sie hier herunterladen

 
 

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