Ella-Kay-Preis 2012 für [moskito] Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus

Veröffentlicht am 15.01.2012 in Pressemitteilung

Anlässlich ihres Neujahrsempfangs am 13. Januar 2012 hat die SPD Berlin NordOst die „[moskito] Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus - Für Demokratie und Vielfalt“ für ihr herausragendes Engagement mit dem Ella-Kay-Preis ausgezeichnet. In seiner Laudatio hob der Pankower SPD-Kreisvorsitzende Alexander Götz insbesondere die Funktion der Netzwerkstelle als Anlaufpunkt und Koordinationsstelle für all diejenigen hervor, die sich für Toleranz und Vielfalt und gegen Faschismus und Rechtsextremismus einsetzen.  Stellvertretend für  Moskito nahm die langjährige Mitarbeiterin Bettina Pinzl die Urkunde und den symbolischen Scheck über das Preisgeld von 300 Euro entgegen.

Alexander Götz verwies auf die zahlreichen Aktivitäten von Moskito wie den Lokalen Aktionsplan Pankow, die Begleitung der überparteilichen Initiative "Wir sind Pankow. Tolerant und weltoffen" oder die Veröffentlichung des Pankower Registers, in dem rechtsextremistische und faschistische Vorfälle und Propaganda erfasst sind. Hinzu käme die individuelle Beratung und Information von engagierten Menschen im Bezirk. Götz betonte insbesondere die wichtige Funktion von Moskito für das ehrenamtliche Engagement gegen Rechtsextremismus:

"Indem wir Moskito mit diesem Preis ehren, wollen wir deutlich machen, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement für den sozialen Zusammenhalt in einem weltoffenen und toleranten Berlin ist. Es befreit die Politik nicht von ihren Aufgaben und Verpflichtungen, aber es gibt Bereiche, in denen wir ohne dieses Engagement nicht weiterkommen. Und deshalb ist es für uns als SPD besonders wichtig, Stellen wie Moskito zu unterstützen, die solch ein Engagement durch dauerhafte Strukturen und Hilfen ermöglichen. Was immer wir tun können, um diese Arbeit zu unterstützen, werden wir tun", sagte der SPD-Kreisvorsitzende.

Der Ella-Kay-Preis wird jährlich vergeben und erinnert an das Engagement der sozialdemokratischen Politikerin Ella Kay. Sie war seit den 1920er Jahren in der Berliner Verwaltung und Politik aktiv. Von 1925 bis 1933 wirkte sie als Leiterin des Jugendamtes in Prenzlauer Berg. Von den Nazis wurde sie 1933 aus dem Amt entlassen, verfolgt und unter Polizeiaufsicht gestellt. Sie kämpfte illegal in der Gruppe um Max Fechner. 1945 nahm sie ihre Arbeit im Jugendamt Prenzlauer Berg wieder auf. 1947 wurde sie zur Bürgermeisterin des Bezirks gewählt, jedoch bald darauf von der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) abgesetzt. Seit 1955 bis zu ihrem Rücktritt 1962 war Ella Kay als Senatorin für Jugend und Sport wirksam. Von 1958 bis 1968 gehörte sie dem West-Berliner Abgeordnetenhaus an.

 
 

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