Dennis Buchner: 1989: „Schwarzer Kanal“ geht offline – Sudel-Ede sagte leise Tschüss

Veröffentlicht am 30.10.2025 in Geschichte

Am 30. Oktober 1989 war es soweit: Nach satten 1.519 Sendungen verabschiedete sich der „Schwarze Kanal“ von den Bildschirmen der DDR – und damit auch Karl-Eduard von Schnitzler, liebevoll oder ironisch auch Sudel-Ede genannt. Fast 30 Jahre lang hat er ausgeschnitten, verzerrt und propagandistisch interpretiert, was im Westen über die DDR zu sehen war.

Die Devise: alles aus dem Kontext reißen, den Klassenfeind bloßstellen – und dabei glauben, dass jemand das wirklich noch ernst nimmt. Ab Mitte der 1970er-Jahre jedoch sank die Zuschauerzahl stetig. Offenbar merkten die DDR-Bürger, dass man selbst einem Monolog, der so subtil wie ein Vorschlaghammer ist, irgendwann nicht mehr zuhören kann.

Als Abgeordneter der SPD sehe ich in der Abschaltung dieses Formats nicht nur das Ende einer TV-Ära, sondern eine kleine politische Einordnung: Weg mit der Dauerpropaganda, her mit einem Medienangebot, das tatsächlich informiert, statt einzuschüchtern. Karl-Eduard von Schnitzler mag noch in Erinnerung bleiben – als Mahnung, dass man Fernsehen auch weniger subtil manipulieren kann.

Kurzum: Der „Schwarze Kanal“ ist Geschichte. Und alle konnten erleichtert aufatmen. Mit einem leisen Schmunzeln und einem festen Griff nach der Fernbedienung.

 

Nächste Termine

Rentenberatung
07.04.2026, 10:00 Uhr - 14:00 Uhr

Bürgerbüro

Rentenberatung durch Versicherungsältesten
08.04.2026, 10:00 Uhr - 14:00 Uhr

Kiezbüro Dennis Buchner, Langhansstraße 19, 13086 Berlin

AG60plus: Vorstandsitzung
09.04.2026, 10:00 Uhr - 12:00 Uhr

Kreisgeschäftsstelle der SPD Pankow, Berliner Straße 30, 13189 Berlin


Alle Termine

Jetzt in die SPD!

Spende an SPD Pankow

Melde rechte Vorfälle

Wir auf Facebook

Wir auf Instagram