Auch wer leise ist, muss gehört werden

Veröffentlicht am 13.06.2018 in Wahlkreis

Gestern standen wir vor dem Rosenthal-Center.

Wir haben einen Mann getroffen, der einen Schlaganfall erlitten hat und seine Beine nicht mehr bewegen konnte. Das Sprechen bereitete ihm Probleme. Er war gerade mit dem Rollstuhl auf dem Weg zur Reha, als wir ihn ansprachen.

Als ich sah, wie er sich abkämpfte, kamen mir sofort die maroden Gehwege und die viel zu hohen Bordsteine in Pankow in den Sinn, die ihm im Alltag mit Sicherheit zu schaffen machen. Und die Umwege, die er fahren muss, um Barrieren zu umgehen. Aber darüber beklagte er sich gar nicht: Nein, nein, alles prima, alles super. Er war sehr positiv eingestellt und voller Lebensmut!

Das fand ich einerseits sehr bewundernswert.

Auf der anderen Seite glaube ich, dass wir Menschen in seiner Lebenslage helfen müssen, selbst wenn sie sich nicht beschweren. Nur weil jemand sich nicht beklagt – vielleicht aus Nichtwissen oder um keine Schwäche zu zeigen –, heißt das noch lange nicht, dass alles in Ordnung ist und so bleiben kann. Denn andere Menschen sind dafür umso lauter und setzen ihre Interessen durch.

Ich finde: Auch für Leute, die sich nicht äußern, ihre Rechte nicht kennen oder hilflos sind, braucht es eine wirksame Interessenvertretung – das müssen gerade die beiden Volksparteien, SPD und CDU, leisten.

Torsten Hofer (SPD) ist Ihr direkt gewählter Pankower Abgeordneter. Er vertritt seit 2016 die Ortsteile Niederschönhausen, Wilhelmsruh, Rosenthal, Blankenfelde und Französisch Buchholz im Berliner Abgeordnetenhaus. Dort gehört er dem Hauptausschuss an, der für die Finanzen Berlins zuständig ist.

 
 

Homepage Torsten Hofer MdA | Anpacken! Für Pankow.

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