Bericht zur Juso-Mitgliederversammlung am 14. Juni 2017: Bandbreiten des Feminismus

Veröffentlicht am 07.07.2017 in Jusos
 

Während der Mitgliederversammlung in der Kiezkantine.

Feministisch zu sein gehört zum Selbstverständnis von uns Jusos. Aber was genau bedeutet das? Was ist Feminismus? Welche theoretischen Ansätze gibt es und wie unterscheiden sie sich? Und gibt es den einen Feminismus, der für unsere Politik maßgeblich ist? Um diesen spannenden Fragen nachzugehen, haben wir als Expertinnen Michelle Starck von den Jusos Berlin und Anja Gerecke von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Pankow eingeladen. 

Gemeinsam diskutierten wir über sozialistisch-feministische Theorie, Differenz- und Gleichheitsfeminismus und Queerfeminismus – dabei ging es auch um die Bedeutung für unsere politische Arbeit. Am Ende stand die Erkenntnis, dass wir uns in unseren politischen Debatten nicht auf den einen Feminismus berufen können. Denn dafür ist die Bandbreite feministischer Theorie zu groß und zu vielfältig. Unterschiedliche feministische Theorien beleuchten die Realität aus verschiedenen Blickwinkeln. So ist es wie mit jeder Theorie: Manches macht sie besonders deutlich, andere Aspekte der Realität verlieren scheinbar an Bedeutung und rücken in den Hintergrund. Wichtig ist, dass wir bei unseren politischen Debatten und Positionierungen die Vielfalt nicht aus den Augen verlieren und einzelne Theorien nicht zum Dogma erheben – und uns damit die Möglichkeit der kritischen Auseinandersetzung mit bestimmten Aspekten der Realität selbst nehmen.

 

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